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Zweifel an Klage wegen Kinderbilder auf Facebook

Österreich Zweifel an Klage wegen Kinderbilder auf Facebook

Diese Geschichte hat für viel Wirbel gesorgt und könnte sich nun als Luftnummer entpuppen. In Österreich klagt eine 18-Jährige gegen ihre Eltern, weil die auf Facebook Kinderfotos ihrer Tochter veröffentlicht hat. Recherchen einer Zeitung zeigen nun, dass die Geschichte bezweifelt werden darf.

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Quelle: AFP

Berlin. In den vergangenen Tagen haben verschiedene Medien, darunter auch die MAZ, über die Klage einer 18-Jährigen Österreicherin berichtet. Die junge Frau klagt gegen ihre Eltern, weil diese Kinderbilder ihrer Tochter auf Facebook veröffentlicht haben. Damit wurde eine Geschichte in der österreichischen Zeitschrift„Die ganze Woche“ aufgegriffen. Nun könnte sich die Geschichte als erfunden erweisen. Viele Fragen und Zweifel lassen sich nicht beantworten bzw. aus dem Weg räumen. Darüber berichtet die Berliner Morgenpost.

18-Jährige will Eltern wegen Fotos auf Facebook verklagen

Der Artikel über die Klage der 18-Jährige schlug hohe Wellen und wurde, wen wundert’s, viel auf Facebook geteilt und kommentiert. Die 18-Jährige, deren Name geändert wurde, beschwerte sich, dass ihre Eltern Fotos, die unter anderem sie als Kleinkind auf dem Klo sitzend zeigen, auf Facebook veröffentlicht habe. „Sie kannten keine Scham und keine Grenze. Ob ich auf dem Töpfchen saß oder nackt in meinem Kinderbettchen lag – jeder Schritt von mir wurde fotografisch festgehalten und nachträglich öffentlich gemacht. Sie haben mich nie gefragt, ob mir das Recht sei. Leider sah ich die Fotos erst, als ich mich mit 14 Jahren selbst auf ,Facebook‘ angemeldet habe“, wird die junge Frau zitiert, die im Text Anna Maier heißt. Der Text über die Klage traf einen Nerv, denn immer wieder gibt es Diskussionen darüber, ob Kinderbilder auf Facebook gestellt werden sollten oder nicht. Im Oktober 2015 hatte die Hagener Polizei vor solchen Postings gewarnt.

Redaktion nicht erreichbar – Anwaltskanzlei kennt Fall nicht

Laut Berliner Morgenpost gibt es an der Geschichte der 18-Jährigen nun erhebliche Zweifel und Widersprüche. So wisse die Text zitierte Anwaltskanzlei nichts von der angeblichen Klage. Außerdem sei die Redaktion der österreichischen Wochenzeitung, sie hat eine Auflage von rund 306.000 Stück, nicht erreichbar und beantworte keine Frage zu der Geschichte. Auch die Recherchen einer Tageszeitung aus Kärnten hätten die Geschichte um die angebliche Klage nicht bestätigt. So bleibt weiter offen, ob die 18-Jährige wirklich vor Gericht zieht. So oder so: es bleiben Zweifel an der Geschichte.

Von MAZonline

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