Volltextsuche über das Angebot:

18 ° / 9 ° wolkig

Navigation:
Darum drohen WhatsApp-Nutzern jetzt Abmahnungen

Urteil Darum drohen WhatsApp-Nutzern jetzt Abmahnungen

Wer die Daten seiner Kontakte ohne schriftliche Einwilligung an Whatsapp weitergibt, macht sich strafbar – das hat das Amtsgericht Bad Hersfeld entschieden. Grund ist der automatische Abgleich von Telefonnummern. Jetzt droht Nutzern des Messengers möglicherweise eine Abmahnwelle.

Amtsgericht Bad Hersfeld 50.86884 9.71209
Google Map of 50.86884,9.71209
Amtsgericht Bad Hersfeld Mehr Infos
Nächster Artikel
CNN widerruft Trump-Russland-Recherche

Wer WhatsApp nutzt, und ohne schriftliches Einverständnis die Daten seiner Kontakte weitergibt, macht sich strafbar.

Quelle: dpa

Hannover. Wer den Messenger-Dienst nutzt, erklärt sich mit dem automatischen Abgleich von Daten aus seinem Telefonbuch einverstanden. Dabei gibt der Nutzer alle Telefonnummern und Klarnamen an WhatsApp weiter. So gleicht der Messenger-Dienst ab, welcher der Kontakte WhatsApp nutzt. Mit der Nutzung erklärt er sich außerdem mit der Weitergabe der Daten an Dritte einverstanden.

Doch ohne die schriftliche Einwilligung des Kontakts ist das illegal. Das hat das Amtsgericht Bad Hersfeld entschieden. Erstmals hat damit ein deutsches Gericht über die Frage, ob die automatische Datenübermittlung strafbar ist, geurteilt. „Durch die automatische Weitergabe der Daten verletzt jeder WhatApp-Nutzer das Recht der Kontakte auf informationelle Selbstbestimmung als Teil des Allgemeinen Persönlichkeitsrechts“, schreibt der Medienanwalt Christian Solmecke.

Droht WhatsApp-Nutzern nun eine Abmahnwelle?

Weil der Nutzer ohne das schriftliche Einverständnis gegen geltendes Recht verstößt, kann er zur Unterlassung aufgefordert werden. „Daraus können hohe Abmahnkosten auf jeden WhatsApp-Nutzer zukommen. Theoretisch kann es sogar zu Schadensersatzansprüchen kommen“, schreibt Solmecke weiter. In den meisten Fällen sei eine Abmahnung allerdings widersinnig. Niemand wolle schließlich seine Freunde oder Bekannten abmahnen. Stattdessen rät Solmecke zur schriftliche Einholung des Einverständnisses. Damit könne man im Zweifelsfall beweisen, dass man die Daten an WhatApp weitergeben durfte.

In dem vor dem Amtsgericht Bad Hersfeld verhandelten Fall ging es um eine Mutter und die Kontakte auf dem Smartphone ihres jugendlichen Sohns. Die Frau muss nun von allen gespeicherten Kontakten eine schriftliche Einverständniserklärung über deren Verwendung im Zusammenhang mit WhatsApp einholen.

Von RND/are

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Medien
cc9d4b38-b415-11e7-b2bc-1ed82c2171d1
Großrazzia bei den Hells Angels

Hunderte Einsatzkräfte der Polizei haben in Nordrhein-Westfalen Räume des Motorradclubs Hells Angels durchsucht. Dabei stellen die Beamten auch Waffen und Motorräder sicher.

Erwarten Sie, dass sich nach Einführung der einheitlichen Postleitzahl in der Gemeinde Gumtow die Qualität der Zustellung verbessert?

DAX
Chart
DAX 13.059,00 +0,49%
TecDAX 2.522,25 +0,33%
EUR/USD 1,1793 +0,00%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

VOLKSWAGEN VZ 144,66 +1,22%
DT. BANK 14,35 +1,06%
MÜNCH. RÜCK 185,93 +0,92%
DT. BÖRSE 92,99 -1,58%
LINDE 174,17 -0,59%
INFINEON 22,38 -0,50%

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Structured Solutio AF 214,23%
AXA World Funds Gl RF 161,87%
Commodity Capital AF 148,44%
Apus Capital Reval AF 120,91%
FPM Funds Stockpic AF 118,86%

mehr

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte