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Fernsehen „Game of Thrones“: Fans warten auf das böse Ende
Nachrichten Medien Fernsehen „Game of Thrones“: Fans warten auf das böse Ende
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12:37 28.06.2018
Erst 2019 endet das Ringen um den eisernen Thron Quelle: AP
Belfast

Die letzten Drehtage für „Game of Thrones“ laufen. Es geht zu Ende mit all den Fantasyfiguren, die uns seit 2011 ans Herz gewachsen sind wie davor nur die Hobbits, Waldläufer Aragorn, Zwerg Gimli und Elb Legolas aus „Herr der Ringe“. Und wir haben keine Ahnung, wer am Ende auf dem Eisernen Thron sitzen wird. Stillschweigen, kein Durchstechen von Infos. Warten auf Godot ist nichts gegen das Warten auf „GoT 8“.

Seit der Oberdrache Viserion in der siebten Staffel der großen Fantasysaga per geräuschvollem Schnuppern anerkannte, dass durch die Adern des sanftmütigen Kriegers Jon Snow Targaryen-Blut fließt, war ein Doppelregentengespann aus Daenerys Targaryen (Tochter des gestürzten Königs Aeyrs II.) und Snow über den Kontinent Westeros wahrscheinlich. Jedenfalls für Romantiker und Harmoniebedürftige.

Emilia Clarkes Andeutungen: Happy End eher unwahrscheinlich

Düstere Gemüter brachten die Endzeitvisionen von Daenerys in Erinnerung, die in der zweiten Staffel einen zerstörten Thronsaal halluziniert hatte. Und Daenerys-Darstellerin Emilia Clarke verkündete Ende Mai bei „Vanity Fair“, dass sie die letzte Szene als Thronprätendentin von Westeros sehr betroffen gemacht habe. Böses Ende? Drachenapokalypse in Königsmund? Übernehmen die Eiszombies des Nachtkönigs die Regie, überrennt die Armee der Toten alles?

Erst 2019 wird man die Wahrheit zu sehen bekommen. Bis dahin geht das Rätselraten weiter. Klar, seit sie einen im Grunde nur in seiner Treue fehlgeleiteten Sklaven aus dem Gegenlager hinrichten ließ, hat selbst Daenerys ihre moralische Unschuld verloren. Ebenso wie der unfehlbare Jon Snow, der unter seinen Attentätern auch den verstörten Teenager Olly nicht vom Todesurteil aussparte.

Es gibt für Fans viele Puzzleteile zu sortieren. Die Schauspielerin Sophie Turner wurde jüngst in James Cordens Late Night Show mit einem Tattoo des Wolfskopfemblems des Hauses Stark am Arm gesehen. Darunter die Inschrift: „The Pack Survives (Das Rudel überlebt)“. Ein Hinweis, dass die vom Schicksal über Gebühr gebeutelten Starks wieder erstarken? Verdient hätten sie es.

Alle Darsteller sind zum Abschiedsfest eingeladen

Einstweilen ist am kommenden Sonnabend Abschlussparty der „GoT“-Mannschaft in Belfast. Nicht nur die Überlebenden, die es mit Hängen und Würgen und rechtzeitigem Abtauchen vor dem Drachenfeuer des wütenden Viserion bis in die achte Staffel geschafft haben, sollen dann das Ende der Dreharbeiten feiern, sondern alle Schauspieler, die je am Unternehmen „GoT“ beteiligt waren. Selbst die schlimmsten Sadisten – der von Jack Gleeson gespielte Kindkönig Joffrey Baratheon oder der von Iwan Rheon verkörperte Menschenhäuter Ramsay Bolton – haben hier noch mal die Chance auf ein Bier mit den Guten und Halbguten.

Frisch verheiratet grüßen Rose Leslie und Kit Harington, deren Beziehung als Jon Snow und Wildlingsmädchen Ygritte in der Serie leider nicht ganz so glücklich endete. Ein Pfeil – nicht der Amors – traf Ygritte schon in der vierten Staffel tödlich ins Herz.

Die Spinoff-Projekte sind noch in der Schwebe

Wer unter den Serienfans schon jetzt traurig ist, dass er nach der achten Season ohne Neuigkeiten von den Fantasykontinenten des Schriftstellers George R. R. Martin bleiben muss, den trösten die bislang eher vagen Angaben zu „GoT“-Spinoff-Serien auch nicht sonderlich. Denn bis jetzt hat nur eines der fünf möglichen Nachfolgeepen vom Auftraggeber HBO grünes Licht bekommen – und das bislang auch nur für einen Pilotfilm.

Geheimniskrämer, der er ist, bestätigte Martin bislang nur, dass sich alle potenziellen Projekte mit Ereignissen befassen, die lange vor der „GoT“-Zeit stattfinden. Angeblich spielt die nun anvisierte Serie sogar 10 000 Jahre, bevor Eddard Stark, der Wächter des Nordens, einen flüchtigen Bruder der Nachtwache enthauptete und Nachricht von der Ankunft seines alten Freundes König Roberts erhielt – dem Besuch, der die unseligen Entwicklungen für die Stark-Familie einleitete. Für die HBO-Serie, die Martin „The Long Night“ nennt, gibt es bislang weder Regisseur noch Besetzung.

„Nightflyers“ – eine Sci-Fi-Serie nach George R. R. Martin

Lange vor dem letzten „GoT“-Durchgang wird die erste Staffel der Sci-Fi-Serie „Nightflyers“zu sehen sein, die auf einer Novelle Martins von 1980 basiert. Mit dem Raumschiff Nighflyer sind Wissenschaftler um Dr. Agatha Matheson (Gretchen Mol) unterwegs, um Kontakt zu außerirdischen Lebensformen aufzunehmen.

Doch schon unterwegs geschehen Dinge, die ihnen das Blut in den Adern gefrieren lassen. Die ersten Filmclips erinnern an „Alien“ und an – ein kleines von Bronte Charmichael gespieltes Horrorrotkäppchen ist zu sehen – den Horrorfilm „Wenn die Gondeln Trauer tragen“. Ein Starttermin fehlt noch – bei Netflix heißt es „demnächst“.

Der andere R. R. unter den Autoren, John R. R. Tolkien, wird auch serienreif. Wann Amazons „Herr der Ringe“-Serie in die heiße Produktionsphase tritt, steht allerdings noch in den Sternen. Man hat viel vor mit den Hobbits. Es soll eine Serie werden, „sie alle zu knechten, sie alle zu binden, vor den Bildschirm zu treiben und ewig zu binden“, heißt es. Das klingt nach einer Serie wie „GoT“.

Von Matthias Halbig / RND

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