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„Star Trek: Discovery“ – Schweigen bis zuletzt

Medien „Star Trek: Discovery“ – Schweigen bis zuletzt

Die Spannung ist groß, bis zuletzt blieb die Storyline fürchterlich geheim. Heute nun startet die neue Science-Fiction-Serie „Star Trek: Discovery“ (streambar in Deutschland ab Montag, 25. September) bei Netflix. Stimmen bei der Premiere in Hollywood sprechen von einem „cineastischen“ Ereignis. Fernsehen ist das neue Kino.

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So schön ist’s im All: Michael Burnham (Sonequa Martin-Green) ist die Heldin der neuen „Star Trek“-Serie, deren Story bis zum Schluss geheim blieb.

Quelle: Netflix/CBS

Hannover. Der stille Weltraum, unendlich geheime Weiten. Nach mehr als 50 Jahren ist „Star Trek“ wieder bei CBS gelandet, dem Sender, der dem Raumschiff Enterprise damals in den Sechzigerjahren eine Abfuhr erteilt hatte – zugunsten der quietschbunten, halb vergessenen Raumfahreroperette „Lost in Space“.

Es gibt Stress mit den Klingonen

2017 nun macht CBS fast alles richtig, so scheint’s. Man hat erstmal immer wieder den Starttermin verschoben und ab und zu ein paar Fakten und Gerüchte gestreut. Bis das Ding namens „Star Trek: Discovery“ die „Trekkies“ genannten Fan-Legionen in hochgradiges Space-Fieber versetzt hatte. Kritikern wurden vor dem Starttermin kein Einblick gewährt. Die Zuschauer sollten die ersten sein. Am morgigen Sonntag (24. September) werden sie es in Amerika bei CBS All Access sein, am Montag (25. September) geht’s dann in Deutschland bei Netflix los. Jede Woche eine Folge.

Was bekannt ist: „Star Trek: Discovery“ spielt in dem Universum von Captain Kirk 1 (William Shatner), nicht in der rebooteten Welt des Captain Kirk 2 (Chris Pine) aus den jüngsten drei Kinofilmen. Die Ereignisse beginnen im Jahr 2254, also zehn Jahre vor der Jungfernfahrt der Enterprise. Zentrale Figur ist nicht der Captain, sondern der erste Offizier, eine (schwarze) Frau mit dem männlichen Vornamen Michael. Es werden keine kleine Geschichten, sondern eine epische Saga über 15 Folgen erzählt. Es gibt Stress mit den Klingonen, den als grausam verschrieenen Gegenspielern der friedliebenden Föderation.

Warum hat Mister Spock so hartnäckig geschwiegen?

„The Vulcan Hello“ heißt die Auftaktepisode , womit das Finger-„V“ gemeint sein dürfte, das Humanoide vom Planeten Vulkan statt eines zu intimen Händedrucks, Schulterklopfens oder gar Wangenkusses als distanzierte Begrüßungsgeste verwenden Vermutlich bezieht sich der Titel auch auf jene chael Burnham (Sonequa Martin-Green), ein Menschenkind, das von Mister Spocks Vater Sarek (James Frain) auf dem Vulkan großgezogen wurde. Nicht unplausibel, ist Sarek doch mit einer irdischen Frau verheiratet. Aber wie schlecht muss das Verhältnis Spocks zu Michael gewesen sein, dass er sie in all den Enterprise-Jahren gegenüber Kirk so hartleibig beschwiegen hatte.

Apropos: Auch nach der Hollywoodpremiere dieser und der darauffolgenden Episode am vorigen Dienstag im Arclight Cinerama Dome herrschte – relatives – Schweigen. Geladene Mitarbeiter der Website „trekmovie.com“ fanden das Ergebnis „sehr cineastisch“, die Klingonen seien „wahrhaft außerirdisch“ (was sonst?). Stargast Gates McFadden, die Beverly Crusher aus der Serie „Star Trek: The Next Generation“, rief: „Heiliger Strohsack! Diese Spezialeffekte!“ Nach der Vorführung herrschte der Roddenberry-Geist des Positiven, Details aber blieben aus. Weil: Embargo.

Die Geheimniskrämerei um TV-Spektakel liegt im Trend

Die Geheimniskrämerei um „Discovery“ liegt im Trend. Auch HBO ließ Medienjournalisten zur siebten Staffel von „Game of Thrones“ nicht vorab Einsicht nehmen, David Lynch bestand bei Showtime bezüglich der dritten Staffel seiner Mystery-Kiste „Twin Peaks“ auf dieselbe Handhabung. Motto: Wer nicht sieht, der auch nicht spoilert. Man setzt darauf, durch fehlende Präsenz ins Gespräch zu kommen. Was sich „Discovery“ nie leisten könnte ohne die Obhut des“Star Trek“-Labels.

Für CBS ist „Discovery“ unbestritten „das ganz große Ding“. Und weil das „Star Trek“-Franchise schon immer Humanismus und Toleranz propagierte, will man auch politisch Flagge zeigen. Die Showrunner Gretchen J. Berg und Aaron Harberts verrieten dem Medienmagazin „Entertainment Weekly“, dass sie mit dem Klingonen-Plot die soziale Spaltung im Trump-Amerika spiegeln wollten, die Gefahren des Isolationismus.

Wenn wir uns heute Abend in den „Star Trek“-Kosmos begeben, können wir Trost aus der Vision schöpfen: Es gibt uns Menschen also im Jahr 2254 noch, trotz Trump und Kim Jong Un. Und wir dringen weiterhin in Welten vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat.

Von Matthias Halbig / RND

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