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Netzwelt BKA überwacht mit Trojaner Smartphones
Nachrichten Medien Netzwelt BKA überwacht mit Trojaner Smartphones
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21:15 26.01.2018
Der Trojaner soll heimlich Screenshots von WhatsApp-Chats anlegen und diese dann an die Ermittler senden. Quelle: dpa
Wiesbaden

Das Bundeskriminalamt (BKA) rüstet in der Cyber-Überwachung auf. Nach einem Bericht von NDR, WDR und „Süddeutscher Zeitung“ setzt das BKA einen Trojaner auf Smartphones ein, der auch Unterhaltungen über WhatsApp mitliest. Das Programm umgehe die Verschlüsselung des Nachrichten-Dienstes, indem es heimlich auf dem Handy oder Tablet Bildschirmfotos von angezeigten Nachrichten schieße und diese an die Ermittler sende. Das BKA wollte die Berichte am Freitag nicht kommentieren.

Im Juni vergangenen Jahres hatte der Bundestag mit einem Gesetzesbeschluss die Rechtsgrundlage geschaffen, um Messenger zu überwachen. Im Herbst hatte die „Welt am Sonntag“ mit Berufung auf Sicherheitskreise berichtet, der für rund 5,8 Millionen Euro entwickelte sogenannte Bundestrojaner sei weitgehend unbrauchbar. Das BKA arbeitete demnach aber bereits an einer neuen Version, deren Fertigstellung noch in 2017 geplant war. Mit dieser Version sollte die Überwachung von Messengerdiensten auf Handys und Tablets möglich sein.

Von dpa/RND

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