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Cyber-Risk-Versicherung? Policen für die betriebliche IT-Sicherheit

Datenschutz Cyber-Risk-Versicherung? Policen für die betriebliche IT-Sicherheit

Schon lange stehen Firmen im Fokus von Kriminellen, die sich auf digitalem Weg bereichern wollen - sei es mithilfe von gestohlenen Kundendaten oder durch das Attackieren konkreter Abläufe und Systeme. Können spezielle Cyber-Risk-Versicherungen im Schadensfall helfen?

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Quelle: @ REDPIXEL - depositphotos.com

Zwei von drei Firmen von Hackern angegriffen

Cyberkriminalität, Hackerangriffe, Sicherheitsrisiken – das sind Themen, mit denen sich Unternehmen mehr und mehr beschäftigen müssen. Denn immer häufiger werden Firmen zum Ziel von Hackern, die durch gezielten Datendiebstahl oder das Lahmlegen bestimmter Systeme immense Schäden anrichten. Zwar versuchen Unternehmen zunehmend, sich vor Cyberangriffen durch Virenscanner, Firewalls, Daten-Backups, Passwortschutz, verschlüsselten Datenverkehr und ähnliche andere Maßnahmen abzusichern – Experten wissen jedoch: Selbst solche Vorkehrungen können nicht zu hundert Prozent vor Hackerangriffen schützen. Die Frage sei also gar nicht mehr ob, sondern nur noch wann eine Firma von Cyberangriffen betroffen ist.

Das bestätigt auch die Statistik: Nach einer repräsentativen Umfrage von Bitkom Research im Auftrag des IT-Sicherheitsunternehmens F-Secure unter 750 Unternehmen mit 50 oder mehr Mitarbeitern in Deutschland gaben zwei Drittel der Befragten an, im vergangenen Jahr Opfer mindestens eines IT-Angriffes geworden zu sein.

Hoher Schaden für Unternehmen

Die Schäden solcher Cyberattacken gehen schnell in die Milliardenhöhe, etwa wenn Daten von Kunden verlorengehen oder gestohlen werden, der Geschäftsbetrieb wegen eines Hackerangriffes für eine gewisse Zeit stillsteht, das Unternehmen erpresst wird oder Entwicklungsdaten einer Produktgeneration geklaut werden. Aus diesem Grund sind sogenannte Cyber-Risk-Versicherungen für Unternehmen zunehmend attraktiv. Denn insbesondere für die Wirtschaft ist es wichtig, sich im Falle von Angriffen gegen Folgen von Rufschädigungen, die Kosten durch Informationspflichten bei Datenpannen und IT-Sicherheitsvorfällen und mehr abzusichern.

In der Regel sind die angebotenen Versicherungen in diesem Bereich aus verschiedenen Modulen aufgebaut, die sich aus der Eigenschadendeckung, der Deckung von Schäden Dritter und weiteren Leistungsbestandteilen zusammensetzen. Die Versicherungen zu vergleichen, ist laut Experten aufgrund der verschiedenen Bausteine schwer. So ist es für jedes Unternehmen wichtig, das eigene Cyberrisiko mit einem Makler individuell zu analysieren und einen Versicherungsschutz auf den jeweiligen Bedarf maßzuschneidern.

Zusammenspiel ist wichtig

Dabei stellt solch eine Versicherung übrigens keinen Freifahrtschein dar, sagen Experten. Sinn der Versicherung ist es schließlich nicht, angemessene Security-Maßnahmen im Unternehmen zu ersetzen, sondern nur ein gewisses Restrisiko abzusichern. Denn ein Blick in die Versicherungsbedingungen genügt meist, um zu erkennen, dass die Unternehmen gewisse Pflichten zu erfüllen haben, um im Schadensfall in den Genuss des Versicherungsschutzes zu kommen.

Grob fahrlässiges Verhalten von Mitarbeitern, Programmierfehler, die einen Systemausfall verursachen oder das Verwenden veralteter Programme kann beispielsweise ein Grund sein, warum trotz Hackerangriffs und hohen Verlustes für die Firma kein Geld fließt.

So wird im Vorfeld eines solchen Versicherungsabschlusses meist ein sogenanntes Security-Review, also ein Check der bisher geleisteten Sicherheitsmaßnahmen, durchgeführt. Versicherer arbeiten dabei eng mit Security Providern zusammen und versuchen, Sicherheitslücken nahezu vollständig zu schließen, um Schadensfälle zu minimieren.

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