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Netzwelt Internes Schulungsdokument zeigt Googles „Zwei-Klassen-System“
Nachrichten Medien Netzwelt Internes Schulungsdokument zeigt Googles „Zwei-Klassen-System“
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14:04 13.12.2018
Rund die Hälfte der Menschen, die für Google arbeiten, sind Auftragnehmer. Quelle: Matt Rourke/AP/dpa
Mountain View

Bei Google herrscht ein Zwei-Klassen-System – zumindest was die Menschen angeht, die für den Suchmaschinen-Konzern arbeiten. Denn wie ein Google-Schulungsdokument zeigt, über das die Zeitung „The Guardian berichtet, wird bei Google stark zwischen „echten“ Mitarbeitern und beispielsweise Zeitarbeitern oder Auftragnehmern (TVCs genannt) unterschieden.

Demnach sind die „echten“ Google-Mitarbeiter beispielsweise angehalten, die Nicht-Googler nicht zu Mitarbeiterversammlungen einzuladen und sie nicht an beruflichen Weiterbildungen zu beteiligen. Zudem sollen sie mit T-Shirts für gute Arbeit belohnt werden. TVCs sollen zudem auf Job-Seiten wie LinkedIn nicht angeben, dass sie für Google tätig sind.

Rund die Hälfte der Google-Mitarbeiter sind nicht fest angestellt

Dabei sind, wie Bloomberg im Sommer berichtete, rund die Hälfte der Google-Mitarbeiter Auftragnehmer, die nicht die gleichen Konditionen genießen wie Googles eigene Angestellte. Viele von ihnen hätten keine Krankenversicherung. Zu erkennen ist der Unterschied sogar optisch an den unterschiedlichen Ausweisen, die die Googler und TVCs tragen.

Man stelle Google-Mitarbeiter ein, wenn ihre Jobs von zentraler Bedeutung für das Unternehmen seien, erklärte eine Google-Sprecherin gegenüber dem „Guardian“. TVCs würden eingesetzt, „wenn wir entweder nicht selbst über das Fachwissen oder die Infrastruktur verfügen oder temporär Hilfe brauchen, wenn Mitarbeiter gehen oder bei kurzfristigen Projekten.“ Sie wären ein wichtiger Teil der erweiterten Belegschaft, aber nicht bei Google angestellt. Trainingsmaterial solle dazu dienen, sich an Arbeitsrecht und -richtlinien zuhalten.

In einem offenen Brief, den GooglesSchattenbelegschaft“ Anfang Dezember an Google-Chef Sundar Pichai sendete, beklagen die TVCs, dass ihnen regelmäßig Zugang zu relevanten Informationen verwehrt bleibe – sei es, wenn es um berufliche Dinge gehe, aber auch bei Informationen, die das Leben der TVCs betreffen. So wie im Fall der Schießerei in der Youtube-Zentrale, bei der nur Googler in Echtzeit mit relevanten Sicherheitsinformationen versorgt worden sein sollen. Google widersprach dieser Darstellung. In einem Statement gegenüber CNBC hieß es, man habe die TVCs parallel mit Informationen versorgt.

Unzufriedenheit bei Google

„Wir erledigen wesentliche Aufgaben, vom Marketing über das Führen von Ingenieurteams bis hin zur Speisung von Ihnen und dem Rest des Google-Personals – alles ohne fairen Nutzen oder Anerkennung. Google kann ohne uns nicht funktionieren“, heißt es in dem Brief an Pichai weiter. Die TVCs fordern daher gleichen Lohn, Möglichkeiten, Informationen und Zugänge wie Vollzeitangestellte.

Die TVCs sind nicht die einzigen Mitarbeiter, die unzufrieden mit Google sind. Anfang November protestierten zahlreiche Mitarbeiter gegen den Umgang des Unternehmens mit sexueller Belästigung. Auch Googles Arbeit an einer chinesischen Version der Suchmaschine rief Protest hervor.

Von RND/asu

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