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Netzwelt Telekom zeigt 5G-Netz in realer Umgebung
Nachrichten Medien Netzwelt Telekom zeigt 5G-Netz in realer Umgebung
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22:19 13.10.2017
Mit dem Übertragungsstandard 5G lassen sich auch hochauflösende Internet-Videos ohne Verzögerung auf Smartphones abspielen. Quelle: dpa
Berlin

Premiere für die fünfte Mobilfunk-Generation: Über vier Funkzellen hatte die Deutsche Telekom in Berlin live demonstriert, wie ultra-hochauflösende Videodaten über den neuen Standard 5G auf ein einzelnes mobiles Gerät ohne merkliche Verzögerung gelangen. Die Antennen seien die ersten in Europa, die live und in realer Umgebung über den neuen Standard funken, betonte das Unternehmen. Dabei werden Übertragungsraten von zwei Gigabit pro Sekunde erreicht. „Statt im Labor zeigen wir hier in Berlin 5G live mitten in der Stadt“, sagte Telekom-Managerin Claudia Nemat.

Ab 2018 soll der Ausbau losgehen

Der neue Standard soll ab 2020 sukzessive zur Verfügung stehen, für die Demonstration am Donnerstag nutzte die Telekom einen Vor-Standard. Anders als beim derzeitigen Mobilfunkstandard LTE, auch 4G genannt, werden beim künftigen 5G-Netz alle verfügbaren Netze virtuell per Software zusammengeschaltet. Damit soll es wesentlich flexibler jeweilige Anforderungen bedienen können und etwa auch die Kommunikation von Autos oder Heizungen im Internet der Dinge reibungslos ermöglichen. Für künftige Mobilitätskonzepte soll zum Beispiel gewährleistet werden, dass die Datenübertragung ohne große Latenzzeiten erfolgt.

Die vorgestellte Mobilfunk-Komponente (5G New Radio) sei ein erster Baustein dafür, hieß es. „Sobald der Standard definiert und öffentlich ist, werden wir 2018 die Grundlagen für einen Ausbau in größerem Maßstab legen“, sagte Jacobfeuerborn. Ziel sei es auch, Deutschland bei der Entwicklung des neuen Standards eine Führungsposition zu sichern.

Unternehmen verlassen sich nicht auf die Mobilfunkanbieter

Wie die „Wirtschaftswoche“ am Donnerstag berichtete, wollen sich führende Industrieunternehmen beim Aufbau von 5G hierzulande jedoch nicht auf die Mobilfunkbetreiber verlassen und verweisen auf die bislang schlechte Mobilfunkabdeckung in ländlichen Regionen. Sie wollen stattdessen in den Fabriken eigene Netze aufbauen. Einen entsprechenden Antrag habe der Industrieverband ZVEI an die Bundesnetzagentur gestellt, berichtet das Magazin.

Von dpa/RND

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