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Netzwelt Wie sicher sind Bitcoins?
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09:46 25.09.2017
Quelle: @ ulchik74 - depositphotos.com
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Die Kryptowährung Bitcoin und ihre Tücken

Das System hinter der digitalen Währung ist hingegen ein recht komplexes: Führt jemand eine Transaktion mit Bitcoins aus, wird sie durch das Netzwerk an Rechnern gesendet, auf denen ein für Buchungen nötiger Bitcoin-Client installiert ist. Dabei kommt es zu einem Austausch kleiner Datenpakete auf all den beteiligten Computern, womit bestätigt wird, dass der Bezahlvorgang korrekt abläuft. Buchungen werden ständig in sogenannten Blöcken zusammengefasst und der Bestand der Bitcoins damit abgeglichen und überprüft. Wer eine digitale Münze generieren möchte, muss seinen Rechner immer komplizierter werdende Rechenrätsel lösen lassen. Als Lohn gibt es einen Coin. Das Bitcoin-System ist jedoch reglementiert – langfristig dürfen nur 21 Millionen solcher digitaler Werteinheiten im Umlauf sein. Mit Stand Februar 2017 waren bereits rund 16 Millionen vergeben.

 

Instabiler Wert der Bitcoins

Durch die Begrenzung auf 21 Millionen auszugebende Bitcoins ist die Kryptowährung zwar theoretisch vor Inflation geschützt, der Wechselkurs von Bitcoins in reale Geldeinheiten und umgekehrt unterliegt aber sehr großen Schwankungen, ist intransparent und unvorhersehbar.

So war ein Bitcoin beispielsweise zu Beginn der Einführung nur einige Cent wert – im September 2017 gab es stolze 3350 Euro pro Bitcoin und vor ziemlich genau drei Jahren lag der Wert bei rund 250 Euro. Aus diesem Grund sind zahlreiche Besitzer der digitalen Münzen eher zu Kurs-Spekulanten geworden, die ihre Bitcoins horten und gewinnbringend mit ihnen Gewinn erwirtschaften wollen, statt sie auszugeben. Das kann zu einer ungewollten Deflation der Währung beitragen.

 

Ein Eldorado für Kriminelle

Steuerhinterziehern wird es mit der Kryptowährung leicht gemacht, ihr Geld heimlich zu horten. Wer braucht schon noch ein Konto in der Schweiz oder in Liechtenstein, wenn er sich das Geld auch in Form von Bitcoins in seine digitale Brieftasche überweisen kann? Und das ganz anonym, was in der Vergangenheit auch Kriminelle immer häufiger dazu animiert hat, illegales Glücksspiel zu betreiben oder sich für Bitcoins Waffen und Drogen über das Internet zu beschaffen.

Selbst wenn oder gerade weil die Fälschung von Bitcoins aufgrund ihrer hohen Verschlüsselung fast unmöglich ist, wurden seit Bitcoin-Einführung auch immer wieder Handelsplätze für die Münzen zum Ziel von Hackern. So musste vergangenes Jahr eine große Bitcoin-Börse den Betrieb stilllegen und Buchungen stoppen, weil Cyberkriminelle zahlreiche Bitcoins gestohlen hatten. Eine Haftung gibt es in solchen Fällen übrigens nicht. 

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