Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 0 ° Regenschauer

Navigation:
124 Millionen Kinder sind fettleibig

WHO-Untersuchung 124 Millionen Kinder sind fettleibig

Zu wenig Bewegung, zu viele Snacks – das sind die Hauptfeinde für die Gesundheit von Kindern. 124 Millionen weltweit sind fettleibig, mehr als zehn mal so viele wie noch vor 40 Jahren. Für die Weltgesundheitsorganisation Grund, Alarm zu schlagen und sogar ungewöhnliche Maßnahmen zu fordern.

Voriger Artikel
Fahndung mit Missbrauchsfotos als letztes Mittel
Nächster Artikel
Karel Gott bekommt „Goldene Henne“ für sein Lebenswerk

Schwere Jungs: Elf Prozent der Jungen in Deutschland sind fettleibig, und ihre Zahl wächst weiter.

Quelle: dpa

Genf. Sport treiben und Gemüse essen ist gut für die Figur – wer darunter aber Surfen im Internet und die tägliche Portion Pommes versteht, der wird schnell ein gewichtiges Problem bekommen. Offenbar sind so ungesunde Lebensweisen aber immer verbreiteter, dafür spricht jedenfalls die alarmierend hohe Zahl extrem dicker Kinder und Jugendlicher weltweit. In den vergangenen vier Jahrzehnten habe sich die Gruppe der stark übergewichtigen jungen Leute mehr als verzehnfacht, berichten die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und das Imperial College London. Während 1975 weltweit etwa elf Millionen Fünf- bis 19-Jährige fettleibig waren, waren es im vergangenen Jahr bereits 124 Millionen.

Strafsteuern auf ungesunde Produkte?

Weitere 123 Millionen Kinder seien übergewichtig. 1975 waren demnach weniger als ein Prozent der Kinder und Jugendlichen fettleibig, heute sind es fast sechs Prozent der Mädchen und fast acht Prozent der Jungen. Die WHO fordert als Gegenmaßnahmen bessere Aufklärung über gesunde Ernährung, gesünderes Essen in Schulkantinen und mehr Sportmöglichkeiten für Kinder. Und auch finanzielle Maßnahmen seien durchaus überlegenswert. Der erfolgreiche Kampf gegen das Rauchen habe gezeigt, dass auch Steuern auf gesundheitsschädliche Produkte wirksam seien.

In der Südsee wohnen die meisten Dicken

In Deutschland galten 1975 knapp drei Prozent der Kinder als fettleibig, im vergangenen Jahr waren es schon etwa sieben Prozent der Mädchen und elf Prozent der Jungen. „Die Schere zwischen sehr fitten Kindern und solchen, die sich überhaupt nicht bewegen, öffnet sich immer weiter“, erklärt der Karlsruher Sportwissenschaftler Alexander Woll.

In Ländern mit hohem Einkommen stiegen die Zahlen zwar nicht weiter, verharrten aber auf viel zu hohem Niveau, sagte Majid Ezzati vom Imperial College. Der höchste Anteil von Fettleibigen fand sich unter jungen Menschen in der Südsee und in wohlhabenden angelsächsischen Ländern wie USA und Australien. Als Ursachen sehen die Forscher Werbung für ungesunde Snacks, hohe Preise für gesunde Nahrungsmittel und mangelnde Bewegung.

Von Annett Stein

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Buntes

Heiligabend fällt in diesem Jahr auf einen Sonntag. Sollten die Geschäfte trotzdem öffnen?

../dpa-InfoLine_rs-images/large/urn-newsml-dpa-com-20090101-171210-99-224527_large_4_3.jpg
Fotostrecke: Aus der Traum: DHB-Frauen bei Heim-WM ausgeschieden