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Panorama 14-jähriger Schüler ist Weltmeister im Kopfrechnen
Nachrichten Panorama 14-jähriger Schüler ist Weltmeister im Kopfrechnen
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18:00 30.09.2018
Der Japaner Tomohiro Iseda hat die Kopfrechen-WM gewonnen. Quelle: Peter Steffen/dpa
Wolfsburg

Der 14 Jahre alte Schüler Tomohiro Iseda aus Japan ist Weltmeister im Kopfrechnen. Er setzte sich am Wochenende in Wolfsburg gegen 39 Mitstreiter durch. Das teilte Martina Flamme-Jasper vom Wissenschaftsmuseum Phaeno, dem Austragungsort des Wettkampfes, am Sonntag mit. Der 16 Jahre alte Wenzel Grüß aus Deutschland belegte den dritten Platz.

Der jüngste WM-Teilnehmer war ein zwölf Jahre alter japanischer Schüler, der älteste ein 74 Jahre alter Pensionär aus Frankreich, wie Hauptschiedsrichter Ralf Laue sagte. Der Informatikprofessor aus Zwickau (Sachsen) organisiert den Wettbewerb alle zwei Jahre. Bisherige Aufgaben waren zum Beispiel: 14.130 214 x 17.981.822 oder 57.809.355 + 28 x 16.448.333.

Sechsstellige Wurzeln ziehen und Überraschungsaufgaben

Da Zuschauer nicht erlaubt waren, gab es am Samstagnachmittag eine Show, bei der Teilnehmer gegen Gäste aus dem Publikum mit Taschenrechner antraten. Wenzel Grüß aus Lastrup demonstrierte, wie er beim Rechnen einen Ball mit dem Kopf in der Luft hält. Er ist einer von sieben Deutschen im Wettbewerb. Insgesamt versuchten 82 Kandidaten aus mehr als 20 Ländern, sich für den Wettbewerb zu qualifizieren. Grüß war schon vor zwei Jahren als damals 14-Jähriger in Bielefeld dabei.

Mit Begriffen wie Superhirn, Genie oder Wunderkind kann Veranstalter Laue wenig anfangen. „Kopfrechnen lässt sich trainieren“, sagte er. Viele Teilnehmer übten etliche Stunden am Tag. In Indien oder Singapur gebe es sogar in Stadien ausgerichtete Rechenwettbewerbe.

Zu den Disziplinen zählt zum Beispiel das Quadratwurzelziehen aus sechsstelligen Zahlen. Beim Vielseitigkeitsrechnen bekommen die Kandidaten Überraschungsaufgaben, für die sie schnell eine Lösungsstrategie finden müssen. Hier hätten auch die Deutschen gute Chancen, sagte der Hauptschiedsrichter. Ansonsten seien häufig Asiaten im Vorteil, weil dort schon im frühen Kindesalter Kopfrechnen intensiver und mit anderen, effektiven Methoden gelernt werde.

Von dpa

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