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Panorama Ärger mit Behörde: Anwohner stellt riesige Mittelfinger-Statue auf
Nachrichten Panorama Ärger mit Behörde: Anwohner stellt riesige Mittelfinger-Statue auf
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13:56 13.12.2018
Ted Pelkey hat aus Protest gegen die Baubehörden von Westerford eine rund zwei Meter hohe Mittelfinger-Skulptur aufgestellt. Quelle: www.facebook.com/giganticgesture
Waterford

Autofahrern, die im US-Bundesstaat Vermont am Städtchen Westford vorbeifahren, reckt sich eine eher unfreundliche Geste entgegen. Auf einem Sockel hat dort Ted Pelkey einen mehr als zwei Meter hohen Mittelfinger platziert. Und damit diese massive Pinienholzschnittarbeit niemand übersieht, wird der Finger auch nachts von zwei Flutlichtern angestrahlt.

Pelkey protestiert aber nicht gegen die Autofahrer. Sein übergroßer Stinkefinger gilt vielmehr der Baubehörde von Westford: Seit Jahren halten sie Pelkey mit dessen Bauantrag hin. In einer Bar, nach einigen alkoholischen Drinks mit seiner Frau, hatte er diese Protestschnappsidee.

Öffentlicher Zwist zwischen Pelkey und Baubehörde

Mit seinen Mitbürgern möchte der 54-Jährige eigentlich keinen Ärger: „Ich möchte keinen Hass oder Feindseligkeiten mit den Menschen, die in dieser Stadt wohnen, denn es sind sehr gute Leute,“ sagte Pelkey gegenüber der Nachrichtenseite Boston.com. Mit einer Ausnahme: Auf die Mitarbeiter der Baubehörde ist Pelkey nicht gut zu sprechen. Der Unternehmer, der im 30 Kilometer entfernten Swanton Lkw repariert und zudem Garne recycelt, würde gerne in seiner Geburtsstadt Westford eine rund 720 Quadratmeter große Halle bauen, um die Firma dorthin zu verlagern. Einerseits besitzt Pelkey bereits das entsprechende Grundstück – andererseits könnte er sich so die Pendelei zwischen Wohn- und Arbeitsstätte sparen. Das war zumindest der Grundgedanke des Unternehmers. Aufstehen, Kaffee holen und über den Hof zu seiner Arbeitsstätte gehen.

It even lights up at night. How thoughtful!

Gepostet von Ted Pelkey's Middle Finger Sculpture in Westford, Vermont am Dienstag, 4. Dezember 2018

Doch seit mehr als zehn Jahren bekommt der 54-Jährige vom Westford Selectboard and Development Review Board eine Absage nach der nächsten. Die erste Version habe noch fehlerhafte Angaben enthalten. Daraufhin nahm sich Pelkey einen Anwalt und bereitete seine Pläne auch mit einem Ingenieur auf. Dennoch erhielt er wieder eine Absage. Die Mitglieder des Ausschusses mögen ihn schlicht nicht, vermutet der Unternehmer. Und das scheint auf Gegenseitigkeit zu beruhen, wie der Mittelfinger jetzt auch öffentlich macht. „Wenn sie sich kein Gebäude angucken wollen, dann müssen sie sich eben das ansehen“, sagt er über die Mittelfinger-Skulptur.

Absurde Berichterstattung über den Mittelfinger

In den eher prüden Vereinigten Staaten dürfen Mittelfinger im Fernsehen nicht gezeigt werden. Und so wählen einige Sender skurrile Ausschnitte, andere verpixeln oder blenden etwas über die Skulptur. Auch der 2000-Einwohner-Stadt ist diese Art von Öffentlichkeitsarbeit nicht wirklich genehm. „Obwohl die Struktur von einer Staatsstraße aus sichtbar ist, liegt sie außerhalb des staatlichen Wegerechtes und nicht in unserer Zuständigkeit“, sagt Jacqui DeMen, Sprecherin der zuständigen Vermont-Transport-Agentur. Verbieten könne man Pelkey den Mittelfinger nicht. Erstens befinde es sich auf seinem eigenen Grundstück – andererseits gelte der Stinkefinger als öffentliche Kunst.

Auch eine eigene Facebook-Seite über die inzwischen berühmte Skulptur gibt es bereits. Die meisten Nutzer finden die Aktion gut: „Kannst du das bitte in Massenproduktion herstellen? Ich bräuchte einen für meinen Arbeitsplatz“, heißt es da. „Unser neues Friedenssymbol“, schreibt ein anderer unter den gestrecken Mittelfinger.

Von RND/gum

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