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Behörde warnt vor „Crazy Robots“-Böllern

Gefahr durch legales Feuerwerk Behörde warnt vor „Crazy Robots“-Böllern

Das Gewerbeaufsichtsamt Oberfranken hat vor dem Gebrauch von Böllern mit dem Namen „Crazy Robots“ gewarnt. Die aus Tschechien stammenden Feuerwerkskörper können demnach Verbrennungen und Knalltraumata hervorrufen uns seien „brandgefährlich“.

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Das Gewerbeaufsichtsamt warnt vor den „Crazy Robots“-Böllern.

Quelle: LKA Berlin

Bayreuth. In einer Pressemitteilung informiert das Gewerbeaufsichtsamt über die Knallkörper des tschechischen Herstellers Triplex. In ihrem äußeren Erscheinen ähnelten die „Crazy Robots“-Böller handelsüblichen Silvesterkrachern. Doch die sogenannte Nettoexplosivstoffmasse (NEM) sei mit 5 Gramm um ein Vielfaches höher als die gewöhnlicher Knallkörper. Dennoch weisen die Böller die Einstufung P1 auf. Bei Produkten mit dieser Bezeichnung sollte es sich laut Sprengstoffgesetz um pyrotechnische Gegenstände handeln, von denen nur eine geringe Gefahr ausgeht.

Die „Crazy Boots“ seien durch ihren hohen Explosivstoffanteil jedoch „brandgefährlich“ und können laut Gewerbeaufsichtsamt zu Knalltraumata, Verbrennungen und im schlimmsten Fall sogar zum Verlust von Gliedmaßen führen. Der vom Hersteller angegebene Sicherheitsabstand von 40 Metern könne nur schwer eingehalten werden.

Wie Recherechen der Aufsichtsbehörde ergaben, vertreiben auch andere Hersteller dieses Produkt teilweise unter anderen Namen. Zu erkennen ist die gefährliche Pyrotechnik an der in der Registriernummer angegebenen Einstufung „P1“ (CE xxxx-P1-zzzz) in Verbindung mit einer Nettoexplosivstoffmasse (NEM) von 5 Gramm.

Die Böllern stammen von einem tschechischen Hersteller

Die Böllern stammen von einem tschechischen Hersteller.

Quelle: LKA Berlin

Mittlerweile hat die Prüfstelle angekündigt, die bereits erteilte Baumusterprüfbescheinigung zurückzuziehen. Im Anschluss dürfte die „Crazy Robots“ in ihrer jetzigen Form nicht mehr in Europa verkauft werden. Auch der Besitz wäre strafbar.

Wer illegale oder nicht gekennzeichnete Feuerwerkskörper mit sich führt, riskiert eine hohe Strafe. Wer einen nicht zertifizierten Böller zündet oder ihn gar selbst herstellt droht eine Geldstrafe bis zu 50.000 Euro oder eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren. Wer andere Personen oder Gegenstände durch Feuerwerk verletzt, droht ebenfalls eine Geld- oder Haftstrafe.

Welchen Feuerwerkskörpern kann ich trauen?

Geprüfte Böller und Raketen erkennen Verbraucher an einer Registriernummer und dem CE-Zeichen (für europäische Richtlinien) in Verbindung mit der Kennnummer der Prüfstelle - derzeit gibt es davon 14 europaweit, die deutsche Bundesanstalt für Materialforschung (BAM) hat die Prüfnummer 0589. Alle testen nach festgelegten EU-Normen. Die Experten nehmen zum Beispiel die Sprengkraft von Knallern unter die Lupe. Bei Raketen interessiert Prüfer etwa die Flugstabilität.

Weitere Merkmale für in Deutschland zugelassene Feuerwerkskörper

• Name und Adresse des Herstellers oder Importeurs

• Bezeichnung der Art des Gegenstandes (z.B. Knallkörper, Feuerwerksrohrbatterie, Rakete oder Fontäne), Angabe der Kategorie (z.B. Kategorie 2 für Knallkörper, Raketen, Fontänen, etc. und Kategorie 1 Knallerbsen, Lichterkerzen, Knallbonbons etc)

• Altersgrenze

• Gebrauchsanweisung auf Deutsch

• Angabe des einzuhaltenden Sicherheitsabstands

Von RND/mkr

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