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Berliner Briefkasten-Bomber nimmt sich im Gefängnis das Leben

Kriminalität Berliner Briefkasten-Bomber nimmt sich im Gefängnis das Leben

Der zu lebenslang verurteilte Berliner Briefkasten-Bomber hat sich sechs Jahre nach dem Anschlag auf seine Nichte im Gefängnis das Leben genommen. Das bestätigte eine Justizsprecherin auf Anfrage.

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Der "Briefkasten-Bomber" während seines Prozesses im Kriminalgericht Moabit.

Quelle: Robert Schlesinger/Archiv

Berlin. Der damals 32-jährige Mann hatte 2008 mit einer Briefbombe seine zwölfjährige Nichte lebensbedrohlich verletzt. Der Sprengsatz zerfetzte ihren Arm und verbrannte ihr Gesicht. Der Anschlag galt eigentlich den Eltern des Mädchens. 2010 wurde der Täter wegen versuchten Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Eine Revision wies der Bundesgerichtshof in Karlsruhe zurück.

Wie die "Berliner Morgenpost" berichtete, wurde der Gefangene am Samstagmorgen beim ersten Kontrollgang erhängt in seiner Zelle gefunden. Hinweise auf ein Fremdverschulden gebe es nicht, sagte die Sprecherin. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Den Sprengsatz damals hatte der Mann als Weihnachtsgruß getarnt im Briefkasten seiner Stiefschwester und ihres Mannes versteckt. Er wollte sich wegen familiärer Streitigkeiten an der Familie rächen.

Der Täter war seit Januar 2011 im Gefängnis Tegel, der früheste Zeitpunkt für eine vorzeitige Haftentlassung wäre 2023 gewesen.

dpa

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