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18:02 03.02.2018
Schluss mit dem Schlabberlook: Der Blazer feiert – mal mit “Blade Runner“-Anleihen, mal als elegantes Abendoutfit – ein Comeback auf den Haute Couture-Schauen in Paris (Foto: Armani). Quelle: AP
Paris

Vier Tage Haute Couture, das heißt vier Tage Paris im Ausnahmezustand, zumindest an gefragten Orten wie dem Grand Palais oder dem Musée Rodin. Blogger queren selfievergessen wie Blinde die Straße, Fotografen wirken wie Jäger des verlorenen Schatzes, und Fashionistas schreien wie beim Popkonzert, wenn ihr Lieblingsstar aus der Limousine steigt. Auf den Laufstegen allerdings war längst nicht alles so, wie man es sich gewünscht hätte. Ein Überblick in Tops und Flops.

Top: Die neue Eleganz: Der Schlabberlook im Stil der französischen Marke Vêtements hat erst einmal ein Ende. Auf den Laufstegen geht es wieder vornehm und angezogen zu (am allerschönsten bei Dior), und auch das Publikum zieht die Blazermäntel, High Heels und schicken Kleider wieder aus den Kleiderschränken. Endlich!

Die neue Eleganz: Feine Kleider, schmeichelnde Absätze und edle Silhouetten bei Chanel. Quelle: imago

Flop: Warum musste sich Jean Paul Gaultier ausgerechnet Altmeister Pierre Cardin als Inspiration suchen? Wie direkt aus dem Futurismus der Sechzigerjahre wirkte Gaultiers Schau dann auch. Schreckliche Farben wie Elektrischblau oder Giftgrün herrschten bei seinen diesjährigen Entwürfen vor. Die Stoffe wirkten wie Gardinen. Gaultier präsentierte Haarhelme mit einer Art Antenne darauf, die an Karnevalsperücken erinnerten. Glücklicherweise sah der 95-jährige Cardin, der als Gast in der Schau saß, am Ende noch recht wohl aus.

Immer für eine Provokation gut: Bei Jean Paul Gaultier war sich manch Beobachter nicht sicher, ob die Kollektion gänzlich ernst gemeint war. Quelle: imago

Top: Maskenball bei Dior: Die Kellner trugen Domino-Kostüme, Tänzerinnen mit Kartenkostümen schlängelten sich durch die Menge, der Champagner floss. Dazu gab es Süßigkeiten in Zahlenform und Zauberwürfel als Garderobenmarke. Das surreale Ambiente mit Hand- oder Lippenskulpturen erinnerte an Salvador Dalì. Dazu passte, dass die weißen Arme, die aus einer Wand herausragten, lebten. Einziger Fehler: das Mini-Konzert von Willow Smith. Der Auftritt verhinderte, dass sich die Tanzfläche zügig füllte. Und das bei einem Ball!

Schimmernde Stoffe und klassische Schnitte: Dior lud zum Maskenball. Quelle: imago

Flop: Die brodelnde Gerüchteküche. Wer folgt bei Chanel auf Karl Lagerfeld? Wann hört Armani endlich auf? Wird Maria Grazia Chiuri vom Dior-Atelier gemobbt? Steht Hedi Slimane als Nachfolger fest? Und was ist mit Vuitton? Mit Chefdesigner Nicolas Ghesquière scheint man nicht zufrieden zu sein. Und warum sitzt er bei Gaultier? Die Spekulationen um das sich stets drehende Designerkarussell erwiesen sich als müßig. Lagerfeld und Armani hielten sich wacker mit ihren Schauen, Chiuri zeigte gar die beste Präsentation der ganzen Couture-Woche. Und Hedi Slimane – das ist nun offiziell – geht zu Céline. Es bleibt also nur die Vuitton-Frage.

Fest im Sattel bei Dior: Maria Grazia Chiuri (hier bei der Juli-Schau von Dior Haute Couture im Jahr 2017) wurde für ihre Kollektion gefeiert. Quelle: AP

Top: Diane Kruger bei Armani. Ach, Diane! So gut sah die Schauspielerin bei der Armani-Schau aus, dass der meistgehörte Satz hier ein “Wie hübsch sie ist“ war. Und dann half sie noch einer Frau, die ihr – wohl infolge von Luftnot – förmlich vor die Füße fiel, besorgt wieder auf die Beine. Schade, dass es mit einer Oscar-Nominierung für “Aus dem Nichts“ nicht geklappt hat.

Stargast bei Dior: Diane Kruger. Quelle: imago

Flop: Das Wetter. Grau in Grau gab sich Paris dieser Tage. Am Montag regnete es in Strömen, am Dienstag kroch eine feuchte Kälte in die Kleider, am Mittwoch wurde es zwar wärmer, doch es blieb hässlich bewölkt und schmuddelig. Cité de la Lumière? Von wegen.

Von Stefanie Schütte

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