Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Panorama Dammbruch in Brasilien: Retter rechnen nicht mehr mit Überlebenden
Nachrichten Panorama Dammbruch in Brasilien: Retter rechnen nicht mehr mit Überlebenden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:20 28.01.2019
In Brumadinho gehen die Rettungsarbeiten nach dem Dammbruch an einer Eisenerzmine weiter. Quelle: imago/Fotoarena
Brumadinho

Die Zahl der Toten nach dem Bruch eines Damms für Bergbauschutt in Brasilien ist auf 58 gestiegen. Noch immer würden bis zu 300 Menschen vermisst, teilte die Zivilschutzbehörde im Bundesstaat Minas Gerais am Sonntagabend mit. 23 Personen kamen nach Angaben der örtlichen Feuer ins Krankenhaus.

Der Damm war am Freitag gebrochen und eine Lawine aus Eisenerzabfall hatte die Gemeinde Vila Ferteco erreicht und Gebäude begraben.

Soldaten an Rettungs- und Bergungsarbeiten beteiligt

Am Sonntag nahmen Hilfskräfte die Suche nach Vermissten wieder auf, nachdem der Einsatz aus Sorge um einen Bruch eines zweiten Damms kurz unterbrochen worden war. Teams versuchen seitdem, sich Zugänge in verschüttete Gebäude zu graben. Es wird erwartet, dass die Zahl der Todesopfer steigt. Am Sonntagabend trafen mehr als 100 israelische Soldaten ein, um am Montag bei den Rettungs- und Bergungsarbeiten zu helfen.

Das brasilianische Bergbauunternehmen Vale zog Ärger auf sich. Mehrere Personen gaben zu verstehen, dass am Freitag keine Warnsirenen aktiviert worden seien. „Ich hörte nur Rufe, Personen, die sagten, man solle weggehen“, sagte Caroline Steifeld, die in Sicherheit gebracht wurde. Vale schrieb der Nachrichtenagentur AP, dass es acht Sirenen in der Gegend gebe. Doch „die Geschwindigkeit, mit der das Ereignis passierte, machte das Erklingen eines Alarms unmöglich“ in dem Damm, der zusammengebrochen sei.

Retter gehen nicht mehr von Überlebenden aus

Der Gouverneur von Minas Gerais, Romeu Zema, sagte, inzwischen gehe es bei den Einsätzen vor allem um die Bergung von Leichen. „Ich denke nicht, dass er am Leben ist“, sagte Joao Bosco über seinen Cousin Jorge Luis Ferreira, der für Vale arbeitete. „Im Moment kann ich nur auf ein Wunder hoffen.“

Bergbauunternehmen soll Opfer-Familien unterstützen

Am Wochenende froren staatliche Gerichte und das Justizministerium von Minas Gerais rund drei Milliarden Dollar an Vale-Vermögen für staatliche Notfalldienste ein. Sie forderten das Unternehmen auf, darüber zu berichten, wie es den Opfern helfen werde. Zur Ursache für den Dammbruch haben sich weder Vale noch die Behörden erklärt. Generalstaatsanwältin Raquel Dodge kündigte Ermittlungen an. „Irgendjemand hat definitiv schuld“, sagte sie. Dodge verwies darauf, dass allein im Staat Minas Gerais 600 Minen als bruchgefährdet gelten würden.

Von RND/dpa

Gar nicht mal so vegetarisch sind die Veggie-Wraps in Großbritannien: Dort wurde im neu eingeführten „Spicy Veggie Wrap“ mehrfach Fleisch gefunden. Das Unternehmen hat nun reagiert.

28.01.2019

Abfahrt verhindert: Zum Ende des Sonntagsfahrverbots hat die Polizei auf hessischen Parkplätzen Lkw-Fahrer kontrolliert. 79 von ihnen wurde die Weiterfahrt verboten – sie hatten zu viel Alkohol im Blut.

28.01.2019

Schlimme Szenen Nürnberger Bahnhof Frankenstadion. Zwei Nachwuchsfußballer kommen nach einem Streit ums Leben. Die beiden 16-Jährigen wurden nach einem Streit auf das Gleis geschubst, von einem Zug überfahren und getötet.

28.01.2019