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Panorama Davor haben die Deutschen am meisten Angst
Nachrichten Panorama Davor haben die Deutschen am meisten Angst
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12:50 07.09.2017
Die Ängste der Deutschen. Quelle: dpa
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Berlin

Terroranschläge, verheerende Unwetter oder Zuwanderung: Aktuelle Themen beeinflussen die Ängste der Deutschen. Das teilte die R+V Versicherung am Donnerstag zur 26. Ausgabe der Langzeit-Umfrage „Die Ängste der Deutschen“ mit. Die Menschen reagieren demnach mit großer Sorge auf aktuelle Sicherheitsprobleme. Davor haben die Deutschen am meisten Angst:

1. Terrorismus

Der Anschlag auf dem Breitscheidplatz in Berlin. Quelle: dpa

Nach Anschlägen in Berlin und anderen europäischen Städten haben viele Menschen in Deutschland Angst vor Terror. Die Sorge vor derartigen Attacken liege unverändert auf Platz eins der Langzeit-Umfrage „Die Ängste der Deutschen“. 71 Prozent der rund 2400 Befragten fühlten sich demnach von Terrorismus bedroht, zwei Prozentpunkte weniger als beim Rekordhoch 2016. Die Herausgeber sprechen aber noch immer von einem der höchsten je erfassten Werte.

2. Politischer Extremismus

Die Kravalle im Schanzenviertel in Hamburg beim G-20-Gipfel. Quelle: dpa

Die Bilder, auf denen Linksextremisten und Autonome das Schanzenviertel während des G-20-Gipfels in Hamburg in Schutt und Asche legten, schockierten die Menschen – und machte vielen Angst. Mit deutlichem Abstand auf Terrorismus folgt wie im Vorjahr deshalb die Angst vor politischem Extremismus – sowohl aus dem rechten als auch aus dem linken Spektrum. 62 Prozent der Befragten gaben an, sich davor zu fürchten.

3. Spannungen durch den Zuzug von Ausländern

Der Zuzug von Ausländern . Quelle: dpa

61 Prozent der Bundesbürger befürchten, dass es durch den weiteren Zuzug von Ausländern zu Spannungen zwischen den Deutschen und den bereits hier lebenden Ausländern kommen könnte – Platz drei der aktuellen Studie.

4. Euro-Schuldenkrise

Die Euro-Schuldenkrise bereitet den Deutschen Sorgen. Quelle: dpa

Große Sorgen machen sich die Deutschen immer noch über Schuldenkrise. Die Befürchtung, dass die deutschen Steuerzahler für überschuldete Länder zur Kasse gebeten werden, bleibt mit 58 Prozent hoch – auch wenn sie gegenüber dem Vorjahr um 7 Prozentpunkte gesunken ist.

5. Schadstoffen in Nahrungsmitteln

5Schadstoffen in Nahrungsmitteln Quelle: dpa

Noch bevor der jüngste Lebensmittelskandal mit den Fipronil-belasteten Eiern öffentlich wurde, befürchteten 58 Prozent der Deutschen, dass Nahrungsmittel immer stärker mit Schadstoffen belastet sein könnten.

6. Überforderung durch Asylbewerber

Die große Zahl der Flüchtlinge bereitet den Menschen immer noch Sorgen. Quelle: dpa

Unvermindert hoch ist mit 57 Prozent auch die seit drei Jahren abgefragte Angst vor der Überforderung von Bürgern und Behörden durch die große Zahl der Flüchtlinge.

7. Naturkatastrophen

Die Angst vor Naturkatastrophen ist gestiegen. Quelle: dpa

Von 52 auf 56 Prozent gestiegen ist die Angst vor Naturkatastrophen. Dieses Ergebnis resultiert im Wesentlichen aus einem sprunghaften Anstieg von 13 Prozentpunkten im Osten (Ost: 54 Prozent; West: 56 Prozent). Dazu gehört auch die Angst vor vermehrten Wetterextremen wie Stürme, Starkregen, Hagel und Überschwemmungen.

2400 Menschen wurden befragt

Für die Studie wurden 2400 Menschen nach ihren größten Sorgen rund um Politik, Wirtschaft, Umwelt, Familie und Gesundheit befragt. Generell sind die meisten Ängste gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Dadurch ist auch der Angstindex – der Durchschnitt der abgefragten Sorgen – im Vergleich zu 2016 gesunken (um 6 Prozentpunkte auf 46 Prozent).

Daraus zu schließen, dass die Deutschen 2017 sorglos sind, wäre jedoch falsch. „Wer dieses Ergebnis kurzfristig betrachtet, bekommt ein verzerrtes, ja sogar ein irreführendes Bild“, sagt Manfred G. Schmidt, Politologe an der Universität Heidelberg und Berater des R+V-Infocenters.

Beziehungs-Aus macht den Deutschen wenig Angst

52 Prozent der Bundesbürger haben große Angst davor, im Alter pflegebedürftig zu werden. Da aktuelle Themen diese Sorge überschatten, liegt sie allerdings nur auf Platz neun im Ranking. Obwohl die Verbraucherpreise leicht anziehen, belegt die Angst vor steigenden Lebenshaltungskosten – viele Jahre lang unangefochten auf Platz eins – jetzt mit 50 Prozent nur noch auf Rang zehn im bundesweiten Ranking.

Am wenigsten fürchten sich die Deutschen vor dem Zerbrechen der Partnerschaft. Die Angst rangiert mit 17 Prozent deutlich hinter allen anderen Ängsten.

Frauen haben mehr Angst als Männer

Traditionell machen sich Frauen mehr Sorgen als Männer. So lösen beispielsweise Bedrohungen durch Terroristen bei Frauen größere Ängste aus (Frauen: 75 Prozent, Männer: 66 Prozent). Auch vor Krankheit (Frauen: 53 Prozent, Männer: 41 Prozent) und Pflegebedürftigkeit (Frauen: 57 Prozent, Männer: 48 Prozent) fürchten sich die Frauen deutlich mehr.

Von RND/dpa/iro

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