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Deshalb schimpft Bushido über die Post

Gangsta-Rapper Deshalb schimpft Bushido über die Post

Das gefällt einem Gangsta-Rapper gar nicht: Seitdem sich Bushido über die Deutsche Post geärgert hat, wird der Musiker als Spießer verhöhnt. Tagelang schwieg Bushido dazu – aber jetzt ist ihm der Kragen geplatzt.

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Will sich auch mal aufregen: Bushido kann die Kritik an seiner Postschelte überhaupt nicht verstehen.
 

Quelle: dpa

Hannover. Doch von Anfang an – was war passiert? Weil er sich offenbar zum wiederholten Male von den Angestellten seiner Postfiliale nicht angemessen behandelt fühlte, hatte Bushido seinem Ärger via Twitter Luft gemacht und über “unfassbare Zustände“ sowie Service und Freundlichkeit „im Minusbereich!!!“ geschimpft. Offenbar hatte eine Begebenheit, die einigen Postkunden vertraut vorkommen dürfte, zu dem Wutausbruch geführt.

Demnach hatte Bushido ein Päckchen nicht in Empfang nehmen können und daraufhin ein gelbes Zettelchen mit dem Hinweis, wo das Paket abzuholen sei, im Briefkasten vorgefunden. Nachdem er in der Postfiliale eine halbe Stunde in der Schlange gestanden habe, hätte eine Mitarbeiterin, „die schon so aussah, als ob sie keinen Bock auf den Job hat“, mitgeteilt, dass das Päckchen nicht da sei.

Für seine öffentliche Postschelte wurde Bushido verspottet. Unter anderem der Satire-YouTube-Kanal „Bohemian Browser Ballett“ des Autors und Bloggers Christian Brandes machte sich über ihn lustig – mit einer gerappten Antwort. Darin heißt es unter anderem: „Er war einmal ein Gangster. Jetzt ist er nur noch Spießer. Sitzt in der Villa ganz allein mit dem Gerichtsvollzieher.“

 Dieses Image schmeckt dem Berliner Musiker freilich überhaupt nicht. Auf Youtube wütet er: „Auch wenn ich Bushido bin, darf ich mich auch mal aufregen.“ Der Rapper setzte zu einem Rundumschlag an – gegen die Deutschen, die den Rap immer noch verkennen, indem sie ihn immer nur mit „solchen Typen mit fetten Ketten um den Hals“ in Verbindung brächten; gegen die Öffentlich-Rechtlichen, über die er mit seinem GEZ-Beitrag schlechte Formate bezahle; und gegen die „gebildete Schicht mit dem geilen, coolen Humor“. Und demjenigen, der sich über ihn lustig gemacht hatte, kündigte Bushido Konsequenzen an: „Ich habe meine Wege und Mittel, dass wir das klären.“

Brandes reagierte prompt, entschuldigte sich auf seiner Homepage und bot Wiedergutmachung an: „Ich gehe für Dich einen Monat lang zur Post und hole Dein Zeug ab, damit ich selbst mal sehe, was das für ein unfreundliches Pack ist.“ Ob Bushido die Entschuldigung annimmt? Die Antwort steht bislang noch aus.

Von RND/caro

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