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Panorama „El Gordo“ schüttet fast 2,4 Milliarden Euro aus
Nachrichten Panorama „El Gordo“ schüttet fast 2,4 Milliarden Euro aus
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14:19 22.12.2017
Mitarbeiter eines Lotterieshops in Cordoba haben zwar nicht selbst gewonnen, feiern aber dennoch das Glückspiel. Quelle: imago
Madrid

„Der Dicke“ ist ein echter Hauptgewinn, vier Millionen Euro schwer. El Gordo (der Dicke), so heißt die spanischen Weihnachtslotterie. Der Hauptgewinn wurde 160 Mal ausgezahlt, weil jede der 100.000 Losnummern 160-Mal verkauft wurde. Seit Freitag haben einige Menschen in Spanien, aber auch in anderen Ländern viel Glück gehabt. Denn in diesem Jahr wurden Gewinne von insgesamt fast 2,4 Milliarden Euro ausgeschüttet – rund 70 Millionen mehr als im Vorjahr.

Die Zahlen werden vorgesungen

Die gezogenen Losnummern und die Höhe des jeweiligen Gewinns sind am Freitag im Madrider Opernhaus Teatro Real und vor einem Millionenpublikum im Fernsehen vorgetragen worden – wie immer singend von Schülern des Internats San Ildefonso. Das Ganze ist ein Spektakel: Hunderte Menschen fiebern vor Ort bei der Ziehung im Opernhaus mit, viele von ihnen kostümiert – um sich mit dem irren Outfit der irren Gewinnsumme anzupassen. Dazu kommen Millionen Spanier, die die Auslosung im Fernsehen verfolgen. Im ganzen Land gibt es Tippgemeinschaften, die sich Lose teilen. So kam es schon vor, dass ganze Dörfer gewonnen haben. Auch immer mehr deutsche Tipper nehmen teil, 150.000 sollen es laut Berichten in diesem Jahr sein.

Wer aus Deutschland mitmacht, begibt sich in eine Grauzone

Wer von Deutschland aus bei „El Gordo“ mitmacht, begibt sich allerdings in eine rechtliche Grauzone. Denn es stellt sich die Frage, inwieweit es sich um die Teilnahme an unerlaubtem Glücksspiel handelt. Wer sein Los nicht selbst im Spanien-Urlaub gekauft hat, kann es bei einigen Online-Plattformen kaufen. Dabei handele es sich aber nicht um in Deutschland staatlich anerkannte Glücksspielanbieter, erläutert Karolina Wojtal, Juristin beim Europäischen Verbraucherzentrum Deutschland in Kehl. Sie warnt vor unklaren Verhältnissen: „Für die Kunden bedeutet dies eine unbefriedigende Rechtsunsicherheit.“ Allerdings steht nach Kritik an den deutschen Vorgaben seitens der EU-Kommission und des Europäischen Gerichtshofs eine Neuregelung aus. Zuletzt wurde im März eine Novelle des deutschen Glücksspielstaatsvertrags ausgehandelt – danach waren aber nicht mehr alle Bundesländer bereit, sie mitzutragen.

Die 1812 ins Leben gerufene „Lotería de Navidad“ gilt als die älteste und – gemessen an der ausgespielten Gesamtsumme – auch als die größte Lotterie der Welt.

Von dpa/RND/hma

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