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Erneuter Mord an einem Journalisten

Mexiko Erneuter Mord an einem Journalisten

Mexiko gilt für Medienleute als eines der gefährlichsten Länder der Welt. Enthüllungen über Schmuggel, Drogen und Korruption mussten viele Journalisten in der Vergangenheit mit dem Leben bezahlen. Am Freitag ist in nahe der Stadt San Luis Potosi ein Fotoreporter mit offensichtlichen Folterspuren tot aufgefunden worden.

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Auf der Pressekonferenz am Freitag wurde dem ermordeten Fotografen Edgar Daniel Esqueda Castro gedacht.

Quelle: dpa

São Paulo. In Mexiko ist erneut ein Journalist ermordet worden. Der Fotoreporter Edgar Daniel Esqueda Castro wurde am Freitag mit offensichtlichen Folterspuren tot in der Nähe des Flughafens der Stadt San Luis Potosí gefunden, wie die Tageszeitung „La Jornada“ unter Berufung auf die Nationale Menschenrechtskommission meldete.

Laut dem Bericht hatten tags zuvor Unbekannte, die sich als Polizisten ausgaben, den Journalisten aus seinem Haus verschleppt. Castro hatte zuvor mehrfach von Bedrohungen durch Polizisten berichtet. In diesem Jahr wurden in Mexiko bereits elf Journalisten ermordet.

Castro arbeitete für die Zeitungen „Vox Populi“ und Metrópoli San Luis„ und berichtete unter anderem über organisierte Kriminalität und Drogenbanden. San Luis de Potosí liegt im nördlichen Teil Zentralmexikos, durch den Schmugglerrouten verlaufen.

„Keine Gewalt mehr gegen Journalisten“

„Keine Gewalt mehr gegen Journalisten“: die Arbeitsbedingungen in Mexiko gelten für Medienleute als sehr gefährlich.

Quelle: AP

Laut Menschenrechtskommission haben Polizisten Castro mehrfach bedroht und gezwungen, Fotomaterial zu löschen. Die Kommission verlangte von der Staatsanwaltschaft, umgehend Maßnahmen zum Schutz der Familie von Castro zu veranlassen. Die Polizei erklärte, ihre Beamten hätten nichts mit der Entführung zu tun.

Mexiko gilt als das gefährlichste Land für Journalisten in Lateinamerika. Nach Angaben von “Reporter ohne Grenzen“ werden nur in Syrien und Afghanistan mehr Medienvertreter ermordet. In den allermeisten Fällen kommt es zu keinen polizeilichen Ermittlungen, die Täter gehen straffrei aus.

Von RND/epd

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