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Erstes Mordopfer von Herne wird beigesetzt

Tod des kleinen Jaden Erstes Mordopfer von Herne wird beigesetzt

Der brutale Mord an dem neunjährigen Jaden in Herne hat viele Menschen entsetzt. Bei der Beerdigung im angrenzenden Herten müssen Familie und Freunde endgültig Abschied nehmen. Auch mehrere Rocker-Gruppen haben ihr Kommen angekündigt.

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Mit dem kleinen Jaden wird das erste Mordopfer von Herne beigesetzt.

Quelle: dpa

Herten. Eineinhalb Wochen nach dem Mord an dem neunjährigen Jaden in Herne findet am Donnerstag (11 Uhr) im angrenzenden Herten die Beisetzung statt. Zu der Beerdigung werden auch Mitglieder der Rockergruppen „Bandidos“ und „Hells Angels“ erwartet. Die Polizei bereitet sich auf einen Einsatz vor, nennt aber keine Details. Jaden war das erste von zwei Opfern, deren Ermordung der 19-jährige Marcel H. vergangene Woche gestanden hat. Nach der ersten Tat hatte die Polizei mit einer groß angelegten Aktion bundesweit nach dem flüchtigen Täter gefahndet.

Zahlreiche Menschen in der Stadt im Ruhrgebiet waren tagelang in Sorge vor weiteren Taten. Der 22 Jahre alte Christopher, ein Bekannter des mutmaßlichen Täters, war drei Tage nach dem Jungen ebenfalls erstochen in Herne gefunden worden.

Zwischen 500 und 1000 Trauergäste erwartet

Am Mittwoch hatten Hunderte Menschen bereits in einem emotionalen Gottesdienst in Herne der beiden Mordopfer Jaden und Christopher gedacht. Viele Trauergäste brachten Blumen, Grablichter und Stofftiere mit. Schüler von Jadens Schule brachten Kartons in den Altarraum der Herz-Jesu-Kirche, auf die sie ihre Gefühle geschrieben hatten. „Angst“, „Wut“, „Traurigkeit“ und „Unsicherheit“ war darauf zu lesen. „Wir sind sprachlos“, sagt Pastoralreferentin Birgit Terfloth zu Beginn. „Es macht Angst, es macht wütend, es lähmt uns.“

Für Diskussionen sorgte das Erscheinen von Rockern der Gruppierung „Bandidos“. Sie fuhren mit Motorrädern vor, etwa zehn erschienen in Kutte. Der Stiefvater von Jaden ist nach Angaben des Anwalts der Familie Mitglied der „Bandidos“ in Essen.

Bei der Beerdigung wollen neben den „Bandidos“ auch Rocker der „Hells Angels“ dabei sein. „Wir werden einige Leute schicken“, sagte ein Sprecher am Mittwoch. „Wir erwarten Angehörige von Rockergruppierungen“, sagte ein Sprecher der Polizei Recklinghausen. Zur Zahl der Rocker, die bei der Beerdigung erwartet werden, machte er keine Angaben. Insgesamt rechnen die Beamten mit 500 bis 1000 Trauergästen in Herten.

Von RND/dpa

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