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Panorama 10 kuriose Fakten zur Zeitumstellung
Nachrichten Panorama 10 kuriose Fakten zur Zeitumstellung
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11:11 24.03.2018
(Symbolbild) Quelle: dpa
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Potsdam

Es gibt sie seit 1979. Die Zeitumstellung aller sechs Monate sorgt in Deutschland bis heute für heiße Diskussionen. Viele wollen den Wechsel von Winter- zu Sommerzeit – und umgekehrt – abschaffen, andere halten daran fest.

Der Klassiker: Im Frühjahr stellt man die Gartenmöbel vor die Tür, im Herbst stellt man sie zurück in den Schuppen. Viele Menschen merken sich so, in welche Richtung sie die Uhren aller sechs Monate umstellen müssen. Doch es gibt noch mehr Eselsbrücken.

Dabei gibt es eigentlich gar keine Winterzeit. Sie ist in Deutschland „Normalzeit“. Mehr Fakten und Kurioses zur Zeitumstellung gibt es hier.

1. Mehr Unfälle am Montag danach

30 Prozent mehr Unfälle als sonst ereignen sich in den ersten sieben Tagen der Sommerzeit. Quelle: dpa

Ist der Biorhythmus Schuld? Eine Statistik des Auto Club Europa (ACE) zeigt, dass in der Woche nach der Zeitumstellung in Deutschland mehr Unfälle gebaut werden.

Der ACE hat amtliche, statistische Daten ausgewertet und herausgefunden: Im Vergleich zur Woche vor der Zeitumstellung im März stiegen die Unfallzahlen in der Woche danach um bis zu 30 Prozent – und das mehrere Jahre in Folge.

Schlafdefizit, Temperaturanstieg und zunehmender Freizeitverkehr, diese Kombination begünstigt den Anstieg des Verkehrsunfallrisikos, vermutet der ACE.

2. Braunschweig bestimmt die deutsche Zeit

Die handelsüblichen Wanduhren mit Funk wie sie Andreas Bauch, Leiter der Arbeitsgruppe Zeitübertragung, in der Hand hält, stellen sich nach der Atomuhr in Braunschweig. Quelle: dpa

Seit 2008 die Zeitumstellung in Deutschland vom „Gesetz über die Einheiten im Messwesen und die Zeitbestimmung“ geregelt.

Ausführende Institution ist die Physikalisch-Technische Bundesanstalt mit Sitz in Braunschweig. Sie passt auf, dass Stunden, Minuten und Sekunden ordnungsgemäß laufen und sendet die entsprechend korrekten Funksignale an die Bürger.

Wer sich nicht an die Umstellung hält, beispielsweise Rechnungen deshalb falsch datiert, kann bestraft werden. Denn: Für die Ordnungswidrigkeit kann eine Geldbuße verhängt werden.

3. Mehr als 60 Zeitzonen in Deutschland

Zur Zeit des Deutschen Reiches hatte jede Stadt seine eigene Ortszeit. Quelle: dpa

Früher war das anders. Im 19. Jahrhundert gab es mehr als 60 Zeitzonen in Deutschland. Große Städte legten ihre „Ortszeit“ nach Sonnenstand in eigener Verantwortung fest. Das führte dazu, dass zwischen zwei benachbarten Orten ein Zeitunterschied von mehreren Minuten bestehen konnte.

Initiator der Zeitsynchronisation in Deutschland war 1893 dann die Eisenbahn. Die verschiedenen Bahngesellschaften hatten das Deutsche Reich zur Einführung der Mitteleuropäischen Zeit gedrängt.

4. Nachtschicht: Keine Pflicht zur Arbeit

Wer am Wochenende Nachtschicht hat, muss die eine Stunde Arbeitszeit nicht nachholen. Quelle: picture-alliance/dpa

Wegen der Umstellung auf Sommerzeit dürfen Arbeitnehmer in Nachtschichten am Sonntag weniger arbeiten. Die fehlende Zeit müssen sie nicht nachholen.

Mit der Stunde zwischen 2 und 3 Uhr entfällt auch die Pflicht zur Arbeitsleistung. Wer nach Stunden bezahlt wird, bekommt aber auch keinen Lohn für die fehlende Stunde. Feste Monatsgehälter ändern sich nicht.

5. Jeder Vierte stellt die Uhr falsch

In der Nacht von Samstag zu Sonntag wird die Uhr eine Stunde vorgestellt. Quelle: dpa

Trotz unzähliger Eselsbrücken und Merksätze: Laut einer Umfrage stellt jeder vierte Deutsche die Uhren in die falsche Richtung um.

Damit dass in diesem Jahr nicht wieder passiert hier noch eine Gedankenstütze: Im Sommer zeigt das Thermometer Plus und im Winter Minus.

6. Kühe geben weniger Milch

Sensible Tiere: Landwirte berichten, dass Kühe weniger Milch geben, wenn sie zu ungewohnten Zeiten gemolken werden. Quelle: picture alliance/dpa

Nicht nur viele Menschen reagieren sensibel auf die Zeitumstellung. Auch einige Tiere leiden darunter, zum Beispiel Kühe. Sie sind bei ihren Bauern an feste Melkzeiten gewöhnt.

Werden diese festen Zeiten verändert, geben sie weniger Milch. Viele Landwirte passen die Melkzeiten deshalb schrittweise an.

7. Die Hochsommerzeit

Zwischen 1947 und 1949 gab für je drei Monate die „Hochsommerzeit“ in Deutschland. Quelle: Bernd Gartenschläger

Wie die Sommerzeit, die es seit 1979 in Deutschland gibt, hatte auch die einstige Hochsommerzeit wirtschaftliche Gründe. Von Mai bis Ende Juni galt sie in den Jahren 1947 bis 1949.

In der Nachkriegszeit sollte die zerstörte Infrastruktur bei Tageslicht wieder aufgebaut werden. Dafür wurden die Uhren drei Monate lang noch eine weitere Stunde vorgestellt.

8. Zwölf Zeitzonen in einem Land

Frankreich belegt Platz 1 unter den Ländern mit den meisten Zeitzonen. Quelle: dpa

Noch schwieriger haben es die Franzosen. Und zwar bis heute. Mit seinen zwölf Ortszeiten ist Frankreich das Land mit den meisten Zeitzonen weltweit.

Der europäische Teil des Landes liegt in derselben Zeitzone wie die restlichen Länder in Mitteleuropa. Zum französischen Staatsgebiet gehören aber auch Dutzende außereuropäische Territorien, die sogenannten Überseegebiete.

Auf Platz 2 der meisten Zeitzonen liegt übrigens die USA und Russland gleichauf mit jeweils elf Zeitzonen.

9. Ein Land – Eine Uhrzeit

Chinas Standardzeit richtet sich nach Peking. Quelle: dpa

Obwohl das Land riesig ist: In China gibt es nur eine amtliche Uhrzeit. Zwar hat es die viertgrößte Fläche aller Länder auf der Welt und liegt in fünf der international vereinbarten 24 Zeitzonen. Doch seit 1949 gilt in allen Landesteilen die Standard-Zeit von Peking.

Im Osten steht die Sonne deshalb schon um 11 Uhr im Zenit. In den westlichen Teilen des Landes ist es dann bereits 15 Uhr.

10. Die Deutsche Bahn und die Zeit

Streik der Lokführer am 15.10.2014 von 14 Uhr bis 16.10.2014 04 Uhr,hier vor dem Potsdamer Hauptbahnhof Foto:Bernd Gartenschläger Quelle: unbekannt

Insgesamt 120.000 Uhren müssen beider Deutschen Bahn zwei Mal im Jahr umgestellt werden. Das Unternehmen bezeichnet das inzwischen als „Routine“.

Personenzüge haben in der Zeit meist nächtliche Aufenthalte, die entsprechend gekürzt werden. Wo dies nicht möglich ist, kommen Züge an diesem Tag aber auch mal verspätet ans Ziel.

Von MAZonline

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