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Familie starb an Kohlenmonoxidvergiftung

Obduktionsergebnis Familie starb an Kohlenmonoxidvergiftung

Die vierköpfige Familie aus Esslingen starb an einer Kohlenmonoxidvergiftung. Das hat die Obduktion der Leichen ergeben. Die Feuerwehr warnt unterdessen erneut vor den Gefahren des farb- und geruchlosen Gases.

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Ein Mitarbeiter der Spurensicherung der Polizei betritt das Haus, in dem die Familie gefunden wurde.

Quelle: dpa

Esslingen. Die ersten Erkenntnisse der Ermittler und Feuerwehrleute hatten bereits auf die Todesursache hingedeutet. Das tödliche Gas könnte aus der Heizungsanlage des Hauses ausgetreten sein, teilte die Polizei mit.

Der Stoff (CO) entsteht beim Verbrennen von Kohle oder Gas und führt zu Bewusstlosigkeit und zum Erstickungstod. Die Polizei geht von einem Unglück aus. Die leblosen Körper der beiden 29 Jahre alten Eltern und ihrer 3 und 4 Jahre alten Kinder wurden von Angehörigen am Montagmittag durch ein Fenster entdeckt.

Feuerwehr warnt vor Gefahren durch Kohlenmonoxid

Der Feuerwehrverband Baden-Württemberg empfahl nach dem Unglück erneut die Installation von Kohlenmonoxid-Meldern: „Frühzeitiges Erkennen von Gefahren ist der beste Schutz“, sagte der stellvertretende Geschäftsführer des Verbandes, Markus Kramer, am Mittwoch. Eine CO-Melder-Pflicht gibt es laut Wirtschaftsministerium derzeit in keinem Bundesland und ist für Baden-Württemberg auch nicht im Gespräch.

Der ehemalige SPD-Innenminister Reinhold Gall will sich jedoch im Landtag für eine Kohlenmonoxid-Melderpflicht stark machen, wie „Stuttgarter Zeitung“ berichtete. Er wolle eine entsprechendes Gesetzgebungsverfahren anstoßen. Es seien vermehrt Gasheizungen und Holzöfen in Häusern installiert worden, zudem seien Gebäude immer besser isoliert und der Luftaustausch dadurch geringer, argumentierte Gall.

Regelmäßige Reinigung erforderlich

Kohlenmonoxid kann nach Angaben der Feuerwehr bei einer Fehlfunktion von Gasthermen oder Holzöfen entweichen. Zum Zustand der Heizungsanlage im Esslinger Fall oder ihrem Wartungszustand hatten Polizei und Staatsanwaltschaft bis Mittwochnachmittag noch keine Einzelheiten veröffentlicht.

Heizungen, die Stoffe verbrennen, müssen von einem Schornsteinfeger abgenommen und immer wieder überprüft werden, wie das Wirtschaftsministerium erklärte. „Trotz der regelmäßigen Kontrolle kann eine Fehlbedienung oder ein technisches Versagen in besonderen Situationen nie vollständig ausgeschlossen werden“, teilte eine Sprecherin mit.

Der Feuerwehrverband weist abseits der Gefahr durch herkömmliche Heizungen darauf hin, dass sich der Kohlenmonoxid auch sammle, wenn Geräte falsch benutzt werden - zum Beispiel wenn Holzkohlegrills oder Heizpilze in geschlossenen Räumen verwendet werden. Er erinnerte an ein Unglück in Bayern, wo sechs Jugendliche im Januar 2017 bei einer Party in einer Hütte an Kohlenmonoxid starben, das ein Stromgenerator erzeugte.

Von dpa/RND

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