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Panorama Floridas Westen bleibt weitgehend verschont
Nachrichten Panorama Floridas Westen bleibt weitgehend verschont
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18:07 11.09.2017
Ein umgeknickter Baum in St. Petersburg – insgesamt ist die Golfküste glimpflich davongekommen. Quelle: imago/
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Miami

Am härtesten hat es die Florida Keys getroffen. Bis zum Montag Nachmittag gab es noch keine stabile Kommunikation zu der Inselkette. Von dort wird auch das bisher einzige Todesopfer gemeldet, das direkt durch den Hurrikan ums Leben kam, als ein Fahrer in seinem Pickup von einer Bö erfasst und gegen einen Baum geschleudert wurde. Weitere Todesfälle waren Verkehrsunfälle, die „wetterbedingte“ Ursachen wie nasse Straßen hatten. Ein Mann starb in einer Notunterkunft „eines natürlichen Todes“, so die Polizei.

58 Prozent der Staatsfläche waren am Montag Nachmittag noch ohne Strom. Im Südosten, den Florida Keys und Miami, war die Spur der Verwüstung besonders deutlich zu sehen: Überflutete Straßen, entwurzelte Bäume, umgeknickte Strommasten, zermalmte Autos, überschwemmte Häuser und Wohnungen. Und dennoch atmet ganz Florida hörbar auf.

Miami und Umgebung sind gerade noch einmal davongekommen – und was die Westküste anbelangt, die seit 1921 keinen stärkeren Hurrikan mehr hatte ertragen müssen und aufgrund ihrer vielen Buchten als relativ wehrlos gegenüber derlei Naturgewalten gilt, hatte richtig Glück im Unglück. Nachdem Irma sich über Kuba ausgetobt hatte, verlor der Hurrikan auf dem Weg nach Westen zusehends an Stärke und driftete zudem kurz vor Tampa wieder nach Nordosten ab. Das führte dazu, dass die Golfküstenregion um Naples, Fort Myers, Tampa, Sarasota, St. Petersburg und Bradenton – allesamt Tourismus-Magneten – mit nicht wesentlich mehr als dem Schrecken davon kam. Lokale Fernsehteams bemühten sich geradezu, etwa in Sarasota größere Schäden aufzuspüren.

Hurrikan „Irma“ zieht mit heftigem Sturm und starkem Regen über das Festland des US-Bundesstaats Florida. An der Grenze zum Auge des Wirbelsturms werden Windgeschwindigkeiten von bis zu 155 Stundenkilometern gemessen.

Im angrenzenden Manatee County, zu dem unter anderem die Inseln Anna Maria und Longboat Key gehören, hoben die Behörden die Ausgangssperre wieder auf – und ließen wieder Verkehr auf die populären Ferieninseln zu, die für 36 Stunden praktisch abgeriegelt waren. Hier, bei den evakuierten Anwohnern der sogenannten Barrier Islands, die in Wahrheit aber alles andere als eine Barriere für einen Monstersturm darstellen, war die Furcht vor der Flut am größten. Bis zu fünf Metern Höhe sollte sie nach ersten Vorhersagen erreichen, damit wären die Inseln, die auf dem Meeresspiegel liegen, komplett überflutet gewesen. Doch „Irma“ hatte ein Einsehen und stürmte weiter ins Inland, Richtung Georgia. Mittlerweile ist aus dem einstigen Kategorie-Fünf-Hurrikan ein tropischer Sturm geworden. Und auf Anna Maria Island leuchtete in der Nacht als „Irma“ kam, sogar noch elektrisch betriebenes Licht.

Gestrandet und gerettet: Ein Manatee, das an Floridas Golfküste auf dem Trockenen lag. Quelle: ap

Der Sprecher des Verwaltungsbezirks Manatee County, Nicholas Azarra, sagte dem „Bradenton Herald“, „die Nachrichten aus der Region sind sehr gut“. Azzara weiter: „Es gibt wirklich nur sehr geringe Schäden bei uns.“ Apropos Manatee: Auch für zwei Seekühe, englisch Manatee, die Wappentiere des County, gab es ein Happy end. Sie waren in den seichten Gewässern der Golfküste gestrandet, als sich durch „Irma“ das Wasser von der Küste zurückgezogen hatte. Michael Sechler, ein Anwohner, hatte die Tiere entdeckt – und da die Polizeinotrufe nicht antworteten, auf Facebook einen Hilfsaufruf gestartet, die massiven Tiere, die ausschließlich Pflanzen fressen, zu retten. Prompt fanden sich genügend Anwohner, die Tiere wieder in Richtung offenes Wasser zu ziehen. Unterm Strich also ein glückliches Ende für die Manatees – und für Manatee County.

Von Daniel Killy/RND

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