Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Panorama Gluthitze in Deutschland - Schwere Gewitter ziehen auf
Nachrichten Panorama Gluthitze in Deutschland - Schwere Gewitter ziehen auf
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:19 26.07.2013
Bei den heißen Temperaturen hilft eine Kopfbedeckung. Quelle: Marcel Kusch
Anzeige
Offenbach

Ob sie erreicht oder sogar überschritten wird, war am Freitag noch unklar.

Die gefühlte Temperatur aber dürfte bei drückender Schwüle diesen Wert erreichen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte vor extremer Wärmebelastung und heraufziehenden Unwettern. Erst am Montag ist ein wenig Entspannung in Sicht - bei weiterhin hochsommerlichen Temperaturen. Nach Schätzung der Wetterexperten wird der Juli als einer der zehn wärmsten in die Geschichte eingehen.

Die Gewitterfront von Tief "Zaki" werde am Samstag den Westen erreichen, sagte DWD-Meteorologin Dorothea Paetzold. Das bedeutet, dass Hitze mit noch mehr Feuchtigkeit zusammentrifft, eine brisante Mischung. Hinzu komme der große Temperaturunterschied zwischen unten und oben: Über 30 Grad am Boden - gleichzeitig herrschten am Freitagmittag in zehn Kilometern Höhe minus zehn Grad. Alles zusammen ist hoch gewitterträchtig.

In der schwül-heißen Luft könnten sich schwere Gewitter mit Sturm und Hagel entladen. "Sogar Tornados sind möglich", sagte Paetzold. Im Osten kommt die Unwetterfront erst im Lauf des Sonntags an. "So kann sich die Luft in Odernähe sogar noch bis nahe 40 Grad erwärmen, bevor es auch dort unwetterartig zur Sache geht", sagte Paetzold. Wo genau die Gewitter niedergehen, sei erst unmittelbar vorher zu bestimmen.

Vor allem die gefühlte Temperatur, also das subjektive Wärmeempfinden, das etwa von der Sonne oder der Luftfeuchtigkeit beeinflusst wird, kann am Wochenende auf schwer erträgliche Werte steigen. "Die gefühlte Temperatur kann etliche Grade über der gemessenen liegen", sagt DWD-Sprecher Gerhard Lux.

In der drückenden Schwüle hat das körpereigene Regulierungssystem Probleme. Der Körper schwitzt wegen der Hitze - bei Trockenheit ist das eine gute Regulierung, die bei Wind noch besser funktioniert. Nun aber kann die feuchte Luft das Wasser aus den Poren der Haut nicht mehr aufnehmen. Es gibt einen Stau, die Wärmeableitung kommt ins Stocken, höchste Belastung für den menschlichen Kreislauf.

Erfrischung bringen auch die Nächte nicht. Zwar war nach DWD-Angaben die Nacht zum Freitag nur in Berlin und Pirmasens eine Tropennacht - dort sank die Temperatur nicht unter 20 Grad. Aber an vielen anderen Orten lag das Minimum dicht unter dieser Marke, so in Mainz, Köln oder Remscheid.

Ob der deutsche Hitze-Rekord geknackt wird, war am Freitag noch nicht klar. Aber das Rennen ist knapp: Im August 2003 maß der Wetterdienst Meteomedia im saarländischen Perl-Nennig 40,3 Grad. Der Deutsche Wetterdienst gibt als Höchstwert seit Beginn der Messungen 40,2 Grad an - gemessen im Juli 1983 in Gärmersdorf (Oberfpalz) sowie im August 2003 in Karlsruhe und Freiburg. "Am ehesten kommen wir in der Lausitz in diese Regionen", sagte Meteorologin Paetzold.

Der Juli wird insgesamt nach Schätzungen der Meteorologen als einer der zehn wärmsten in die Geschichte eingehen. Allerdings sei der Juli in den Jahren 2006, dem Jahr des deutschen "Fußball-WM-Sommermärchens", 1994 und 1983 noch wärmer gewesen. "Da werden wir nicht ganz drankommen", sagte DWD-Sprecher Gerhard Lux.

dpa

Schock auf Juist: Eine junge Frau aus dem Harz ist auf der Urlaubsinsel in der Nacht zum Donnerstag getötet worden. Dringend verdächtigt wird ein 24-Jähriger aus dem Sauerland.

26.07.2013

In Deutschland ist die Zahl der Adoptionen erstmals seit drei Jahren wieder gesunken. Davor war die Zahl der Adoptionen seit 1993 stetig zurückgegangen. Damals hatten noch 3888 Kinder und Jugendliche neue Eltern bekommen.

26.07.2013

Die mexikanische Drogenhändlerin Sandra Ávila Beltrán ist am Donnerstag in den USA zu 70 Monaten Haft verurteilt worden. Das Gericht in Miami sah es als erwiesen an, dass die "Reina del Pacífico" (Königin des Pazifiks) zu einer Bande gehörte, die im großen Stil Kokain in die Vereinigten Staaten schmuggelte, wie es aus Justizkreisen hieß.

26.07.2013
Anzeige