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Panorama Groningen will rauchfrei werden - als erste Stadt der Welt
Nachrichten Panorama Groningen will rauchfrei werden - als erste Stadt der Welt
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21:00 15.03.2019
Die Stadt Groningen hat 281 000 Einwohner, davon 50 000 Studenten. Quelle: Foto: dpa
Den Haag

Eine Stadt ganz ohne Raucher? Die niederländische Studentenstadt Groningen will diese Vision zur Realität machen. Die Metropole unweit der deutschen Grenze mit rund 281 000 Einwohnern, davon 50 000 Studenten, wird oft als „jüngste Stadt der Niederlande‘‘ bezeichnet – und möchte nun auch die erste rauchfreie Stadt im Königreich werden. Das hat der Groninger Stadtrat mehrheitlich beschlossen.

Und nicht nur die Politiker stehen hinter der Idee: 26 städtische Organisationen haben auf ihren Grundstücken inzwischen ein Rauchverbot erlassen, darunter Krankenhäuser, Apotheken, die beiden Universitäten und Schulen. In allen öffentlichen Gebäuden gilt ein Rauchverbot. Auch auf den Terrassen mancher Kneipen ist der Glimmstängel mittlerweile tabu, ebenso auf oder neben Kinderspielplätzen oder in Parks.

Rauchverbot auch im öffentlichen Raum – Groningen probiert es aus

Die Gemeinde Groningen will den Pionierorganisationen erlauben, das Rauchverbot von ihren Grundstücken auszudehnen auf den umliegenden öffentlichen Raum. Als erster Kandidat gilt der große Platz vor dem Unikrankenhaus – bislang ein beliebter Rauchertreff.

„Ich finde es gut, dass die ganze Stadt Groningen rauchfrei werden soll. Wenn man nicht rauchen darf, dann tut man das auch nicht‘‘, sagt der 21-jährige Student Hans Jan Rispens der Zeitung „NRC Handelsblad‘‘. Er bezeichnet sich als „Noch-Raucher‘‘ – künftig will er dem Rauchen abschwören.

Suchtmediziner initiierte das Projekt in Groningen

„Wenn man Menschen rauchen sieht, dann animiert das zum Rauchen‘‘, meint Robert van de Graaf (44). Der Suchtmediziner setzt sich seit zwei Jahren in seiner Heimatstadt Groningen für eine „völlig rauchfreie Stadt‘‘ ein – und hat dafür lokale Organisationen zu einem Bündnis zusammengebracht. „Vor allem Kinder müssen vor dem Rauchen geschützt werden“, meint van de Graaf.

Seine Idee: Wenn Kinder in einer rauchfreien Stadt aufwachsen, fangen sie nicht an zu rauchen. Keiner aber soll fürs Qualmen bestraft werden, es soll keine Bußgelder geben – die Menschen sollen von sich aus aufhören. Van de Graaf fordert die Groninger dazu auf, Raucher auf die Problematik anzusprechen. In Unternehmen sollen Schulungen zur Rauchentwöhnung angeboten werden. Sozialer Druck statt Verboten von oben. Ziel der Initiative sei es, eine „raucherfreie Generation“ heranzuziehen. Entsprechende Poster hängen schon in der Stadt: „Rauchfreie Generation“ steht darauf.

“Dieses Gebiet ist rauchfrei“, steht auf dem Schild, das an verschiedenen Einrichtungen in Groningen hängt. Quelle: NN

Groningen will die Avantgarde-City der Anti-Raucher werden

Groningen will die Avantgarde-City der Anti-Raucher werden – ein Vorbild für das ganze Land und auch für andere Nationen wie Deutschland. Andere niederländische Städte wie Amsterdam, Rotterdam oder Venlo denken schon darüber nach, dem Beispiel zu folgen.

Die Zahl der Raucher in den Niederlanden sinkt sowieso seit Jahren. Nach Angaben des statistischen Zentralamts CBS raucht derzeit noch fast jeder vierte Niederländer, exakt 23 Prozent der erwachsenen Niederländer. Vor zehn Jahren war es noch jeder dritte Niederländer. 1990 hatten nach Angaben des CBS noch mehr als 40 Prozent aller erwachsenen Niederländer geraucht. Unter den Jugendlichen im Alter zwischen zwölf und 16 Jahren, dem Lebensabschnitt, in dem viele damit anfangen, rauchen nach Angaben des Haager Gesundheitsministeriums noch circa 17 Prozent der Jungen und 16 Prozent der Mädchen.

Der Trend geht weg vom Rauchen

Der Trend geht weg vom Rauchen – und Groningen könnte mit seiner Initiative Vorreiter werden. Es bleibt allerdings die Frage, was dann mit den in Holland beliebten Coffeeshops passiert, wo weiche Drogen wie Marihuana legal verkauft werden. Und auch die Zukunft der Tabakfabrik Niemeyer bleibt erst mal ungewiss.

Von Helmut Hetzel/RND

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