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Panorama Hawking und wie er die Welt sah
Nachrichten Panorama Hawking und wie er die Welt sah
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16:21 14.03.2018
Der britische Astrophysiker Stephen Hawking auf einer Konferenz über Raumfahrt. Quelle: EPA
Hannover


Stephen Hawking forschte an der Universität Cambridge. 30 Jahre lang hatte er den Lucasischen Lehrstuhl für Mathematik inne, vor ihm waren auf diesem Lehrstuhl Sir Isaac Newton und Paul Dirac tätig, Forscher, die zur Beantwortung der Frage, was die Welt im Inneren zusammenhält, einiges beigetragen haben.

Und Hawking? Der hat als überaus erfolgreicher Übersetzer und Erklärer von wissenschaftlichen Erkenntnissen anderer das Wissen der Welt nicht nur verbreitet, er hat es als Forscher auch vermehrt. Nun ist Hawking tot.

Er forschte über das expandierende Universum, über Einsteins allgemeine Relativitätstheorie und über Schwarze Löcher – jene mysteriösen Gebilde, die entstehen, wenn besonders schwere Sterne am Ende ihres Lebens kollabieren.

Wenn das Loch verdampft, spricht man von Hawking-Strahlung

Dabei wird ihr Kern so extrem zusammengepresst, dass sie eine gewaltige Anziehungskraft entwickeln. Schwarze Löcher sind so kompakt, dass sie alles festhalten, was ihnen zu nahe kommt, sogar das Licht. Aber was geschieht am Rand eines Schwarzen Loches, dem sogenannten Ereignishorizont, hinter dem nichts mehr entfliehen kann? Hawking kam 1975 zu dem Schluss, dass es dort durch bestimmte Effekte zwischen kleinsten Teilchen zu einer sehr schwachen Strahlung kommen müsse – das Loch verdampft gewissermaßen. Seitdem spricht man von der „Hawking-Strahlung“, deren Existenz allerdings noch nicht bewiesen wurde. Aber man hat dank Hawking eine Ahnung davon, dass schwarze Löcher vielleicht doch nicht für die Ewigkeit sind.

Er verband die Relativitätstheorie und die Quantenmechanik

In seinen Überlegungen zum Ereignishorizont Schwarzer Löcher versuchte Hawking, die beiden wichtigsten Denkrichtungen zu verbinden, die uns heute Auskunft darüber geben können, wieso die Welt so ist, wie sie ist: die Allgemeine Relativitätstheorie und die Quantenmechanik. Beide Theorien funktionieren sehr gut, aber jede dummerweise nur auf ihrem Gebiet. Mit der Allgemeinen Relativitätstheorie lässt sich die Bewegung der Sterne erklären, die Quantenmechanik ist für Phänomene im subatomaren Bereich hilfreich.

Sollte es eine Theorie für alles geben, müsste sie – nach unserem heutigen Wissensstand – Allgemeine Relativitätstheorie und Quantenmechanik verbinden. Stephen Hawking galt durchaus als Kandidat für die Entwicklung solch einer Weltformel. Er hat sie nicht gefunden.

e=mc² war die einzige Formel, die er verwendete

Aber es ist ihm gelungen, viele Menschen mitzunehmen – auf Reisen ins Innere der Materie und in die ferne Zukunft eines expandierenden Universums.

In seinem millionenfach verkauften Buch „Eine kurze Geschichte der Zeit“ verwendet Hawking nur eine einzige Formel: „e=mc²“, Einsteins berühmte Gleichung, mit der er erklärt, dass Energie nur eine Form der Masse ist und umgekehrt. Und dass in Masse jede Menge Energie steckt. Ansonsten hat er sein Publikum mit Berechnungen verschont. Aber nicht mit großen Gedanken: Er erläutert den Urknall, die kosmische Hintergrundstrahlung, die von diesem Ereignis Zeugnis ablegt, und die Expansion des Universums. Darüber hinaus versuchte er, seinen Lesern die verwirrenden Erkenntnisse der Quantenmechanik näherzubringen.

Die entscheidende Frage war, ob eine Theorie für alles möglich ist

Am Ende seiner „Kurzen Geschichte der Zeit“ geht er der Frage nach, ob eine einheitliche Theorie für alles möglich ist. Dabei kommt er auch auf das „anthropische Prinzip“ zu sprechen. Demnach ist das Universum so, wie es ist, weil wir sind.

Hawking hat diese Idee nicht erfunden, aber er hat sie populär gemacht. Er hat seine Leser – auf angenehme Art – mit Gedanken konfrontiert, deren Größe den Horizont der meisten übersteigt.

Von Ronald Meyer-Arlt/RND

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