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Hunderte Menschen demonstrieren am Tatort

Messerattacke in Kandel Hunderte Menschen demonstrieren am Tatort

Die 15-jährige Mia wurde vor einem Monat in Kandel von ihrem Ex-Freund erstochen – knapp 1000 Menschen protestierten nun am Unglücksort des jungen Mädchens – gegen Fremdenhass und für die Sicherheit von Frauen und Kindern.

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Einen Monat nachdem die 15-jährige Mia von ihrem Ex-Freund erstochen wurde demonstrieren hunderte Menschen am Tatort – in Gedenken an das junge Opfer legen einige Demonstranten auch Kerzen und Blumen am Tatort ab.

Quelle: dpa

Kandel. Der Marktplatz von Kandel ist geteilt: Auf der einen Seite dominieren Schilder und Banner mit Aufschriften wie „Offene Grenzen, kein Verstand, wer schützt unser Land?“. Auf der anderen steht in bunten Buchstaben: „Wir für Menschlichkeit“. Einen Monat nach dem gewaltsamen Tod der 15 Jahre alten Mia haben im rheinland-pfälzischen Kandel mehrere Hundert Menschen demonstriert.

Das „Frauenbündnis Kandel“ zog unter dem Motto „Sicherheit für uns und unsere Kinder“ von dem Drogeriemarkt, in dem Mia getötet wurde, durch die Stadt zum Marktplatz. Auf dem Weg dorthin wiederholten die Teilnehmer Parolen wie „Lüge, Hetze und Betrug. Bürger haben jetzt genug“ oder „Sicherheit für Frau und Land, dafür gehen wir Hand in Hand“.

Zeitgleich veranstaltete ein Aktionsbündnis namens „Aufstehen gegen Rassismus“ eine Demonstration auf dem Marktplatz des südpfälzischen Ortes. Polizeiangaben zufolge nahmen daran etwa 150 Menschen teil. Mit Trillerpfeifen versuchten sie, die Kundgebung auf der anderen Seite des Platzes zu stören. Auseinandersetzungen habe es aber nicht gegeben, teilte die Polizei mit.

Insgesamt versammelten sich am Sonntagnachmittag laut Polizei bis zu 1000 Menschen. Nach Angaben der Kreisverwaltung Germersheim hatten die Organisatoren nur mit 150 bis 200 Teilnehmern gerechnet. Die Polizei war mit mehreren Hundertschaften vor Ort, um die Demonstration zu sichern.

Mia war am 27. Dezember in Kandel erstochen worden. Der mutmaßliche Täter, der nach offiziellen Angaben ebenfalls 15 ist, war ihr Ex-Freund, ein afghanischer Flüchtling. Sie hatte ihn zuvor angezeigt, weil er ihr gedroht haben soll.

Von RND/dpa

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