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Hunderte Polizisten bei Hells-Angels-Großrazzia

Durchsuchungen in NRW Hunderte Polizisten bei Hells-Angels-Großrazzia

Hunderte Einsatzkräfte der Polizei durchsuchen seit 6 Uhr in Nordrhein-Westfalen Räume des Motorradclubs Hells Angels. Das Innenministerium hat Teile der Gruppe und eine Teilorganisation in dem Bundesland am Mittwoch verboten.

In Nordrhein-Westfalen werden bei einer Großrazzia Räume des Motorradclubs Hells Angels durchsucht.

Quelle: dpa

Essen. Mehr als 700 Polizisten haben am Mittwochmorgen in 16 nordrhein-westfälischen Städten Wohnungen und Geschäfte im Rockermilieu durchsucht – darunter wegen der „Gefährlichkeit einzelner Rocker“ auch Spezialeinsatzkommandos, Einsatzhundertschaften und Mitarbeiter aus dem Bereich Organisierte Kriminalität. Inzwischen beschlagnahmte die Polizei Essen mindestens zwei Motorräder „als Vereinsvermögen.

Hintergrund ist das Verbot der Erkrather Hells Angels Ortsgruppe Hells Angels MC Concrete und der Unterstützerorganisation Clan 81 Germany durch das Innenministerium, wie die Polizei in Essen mitteilte. Demnach trat das Verbot am Mittwoch in Kraft.

Zweck und Tätigkeit des Rockerclubs und seiner Mitglieder verstießen gegen Strafgesetze, hieß es in der Begründung. „Der Rechtsstaat nimmt nicht hin, dass Parallelgesellschaften wuchern, in denen seine Autorität und das Gewaltmonopol missachtet werden“, erklärte der NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) laut Mitteilung. Deshalb sei das Verbot ein wichtiges Signal.

„Die Mitglieder des Vereins sind nachweislich kriminell. Ihr Alltag besteht aus Gewalt, Waffen, Drogen und Zwangsprostitution“, so Reul weiter. Das Verbot sei Bestandteil einer Null-Toleranz-Strategie der neuen Landesregierung gegen kriminelle Rockerbanden.

Die Beamten hätten nun zunächst die Aufgabe, die Betroffenen darüber zu informieren, sagte eine Polizeisprecherin. Außerdem seien Zufallsfunde von Beweismitteln nicht auszuschließen. Die Ermittler durchsuchten nach eigenen Angaben insgesamt mehr als 50 Gebäude. Betroffen waren unter anderem Räumlichkeiten in Düsseldorf, Ratingen, Wuppertal, Köln, Leverkusen, Neuss, Krefeld und Warendorf.

Von RND/dpa/are

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