Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Panorama Trump: „Bringt euch vor Hurrikan in Sicherheit“
Nachrichten Panorama Trump: „Bringt euch vor Hurrikan in Sicherheit“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:35 12.09.2018
Donald Trump, Präsident der USA, warnt vor Hurrikan „Florence“. Quelle: AP
Anzeige
Washington

US-Präsident Donald Trump und Katastrophenschützer haben eindringlich vor dem Hurrikan „Florence“ gewarnt, der sich der Südostküste der USA nähert. Die Menschen sollten sich in Sicherheit bringen - US-Medien sprachen von mehr als einer Million Betroffenen, die die Küstenregion verlassen sollten. „Spielt keine Spielchen mit ihm. Er ist groß“, sagte Trump am Mittwoch in einer Video-Botschaft über den Wirbelsturm.

Die US-Katastrophenschutzbehörde FEMA mahnte, es sei der letzte Tag, an dem Evakuierungen noch ungehindert möglich seien. Es sei absehbar, dass der Sturm schwere Schäden anrichten werde. Das Nationale Hurrikan-Zentrum sprach von einer lebensgefährlichen Situation.

„Florence“ war in den vergangenen Tagen zu einem Hurrikan der Stärke 4 angewachsen - mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 220 Kilometern pro Stunde. Es ist nicht ausgeschlossen, dass sich der Sturm zu einem Hurrikan der Stärke 5 entwickeln könnte. Diese höchste Kategorie gilt ab Windgeschwindigkeiten von mehr als 250 Kilometern pro Stunde.

Südosten der USA bereitet sich auf Hurrikan „Florence“ vor

Der Wirbelsturm selbst bewegt sich dagegen nur langsam vorwärts - zuletzt mit etwa 28 Kilometern pro Stunde. Erst zwischen Donnerstagabend und Freitagmorgen (Ortszeit) soll er auf die Südostküste der USA treffen. In der Schneise des Hurrikans liegen vor allem die US-Bundesstaaten North Carolina und South Carolina, weiter nördlich auch Virginia. Meteorologen sagten zuletzt aber voraus, der Hurrikan könne noch etwas südlich eindrehen.

Trump mahnte auf Twitter, in dem Fall könnten auch Teile des Bundesstaates Georgia betroffen sein. In seiner Video-Botschaft rief er dazu auf, die gefährdeten Küstengebiete zu verlassen. „Wir wollen, dass alle in Sicherheit sind.“ Der Sturm werde bald auf die Küste treffen. Trump versicherte, die US-Behörden seien gerüstet für das Unwetter. „Wir werden damit fertig, wir sind bereit.“ Alle Vorbereitungen seien getroffen. „Aber trotzdem können schlimme Dinge passieren.“ Das Nationale Hurrikan-Zentrum warnte vor lebensbedrohlichen Sturmfluten, starkem Regen und extremen Winden.

Die Katastrophenschutzbehörde FEMA sprach von einem sehr gefährlichen Sturm. „Das ist nicht nur ein Tropensturm“, sagte Jeff Byard, ein Vertreter der Behörde. „Das ist ein Mike-Tyson-Faustschlag für die Küste von Carolina.“ Noch könnten die Menschen die Küstengebiete ungehindert verlassen. Alle sollten den Aufrufen der Behörden folgen und das tun. Später sei das nur noch schwer möglich. Byard appellierte auch an die Menschen, Nothelfer nicht dadurch zu gefährden, dass sie in den bedrohten Gebieten blieben und später gerettet werden müssten. Es gebe genug Notunterkünfte.

Viele Menschen wollen ihre Häuser aber nicht verlassen. Darüber hatte etwa die Bürgermeistern des Urlaubsortes Myrtle Beach in South Carolina geklagt. Auch in US-Fernsehsendern meldeten sich immer wieder Menschen aus den bedrohten Küstengebieten zu Wort, die sagten, dass sie lieber zu Hause bleiben wollen. Sie hätten sich mit Essen und Stromgeneratoren eingedeckt und fühlten sich sicher. Behördenvertreter halten das für lebensgefährlich.

Hurrikan „Florence“ wird Starkregen bringen

Die Katastrophenschutzbehörde erklärte, der Hurrikan werde über Land zwar schnell an Kraft verlieren, starken Regen aber auch in Gebiete bringen, die nicht an der Küste liegen. Byard sagte, es sei noch zu früh abzuschätzen, wie viel Schaden „Florence“ anrichten werde. Absehbar sei aber, dass der Sturm die Stromversorgung unterbrechen, Häuser zerstören und Straßen und Brücken beschädigen werde.

Der Gouverneur von North Carolina, Roy Cooper, hatte am Dienstag von einem historischen Hurrikan gesprochen und gesagt: „Dieser Sturm ist ein Monster. (...) Er ist groß, und er ist böse.“

Bilder von „Florence“ von Internationaler Raumstation

Der deutsche Astronaut Alexander Gerst veröffentlichte am Mittwoch Bilder des Hurrikans auf Twitter - aufgenommen von der Internationalen Raumstation (ISS) aus. Dazu schrieb er, „Florence“ sei so groß, dass sie den Wirbelsturm nur mit einem Weitwinkel-Objektiv hätten fotografieren können. „Bereitet euch vor an der Ostküste“, mahnte Gerst. „Da kommt ein Alptraum auf euch zu, mit dem nicht zu spaßen ist.“

Wirbelstürme in den USA

Hurrikan-Saison im Nordatlantik: Von Mai bis Ende November ziehen regelmäßig tropische Wirbelstürme durch die Region - oft mit verheerenden Folgen:

„Maria“ sucht Mitte September 2017 die Karibik heim, die Insel Puerto Rico ist besonders betroffen. Es gibt Überschwemmungen und Erdrutsche, landesweit fällt der Strom aus. Dadurch sterben unmittelbar 64 Menschen, infolge der Katastrophe verlieren einer Studie zufolge jedoch insgesamt knapp 3000 Menschen ihr Leben.

„Irma“ schlägt Anfang September 2017 eine Schneise der Verwüstung durch den Südosten der USA und die Karibik. Inseln wie Barbuda stehen unter Wasser. Dutzende Menschen bei der Katastrophe, Millionen sind ohne Strom. Mehr als 100 000 Menschen harren in Notunterkünften aus.

„Harvey“ erreicht im August 2017 die Ostküste des US-Staates Texas und setzt weite Landstriche unter Wasser, darunter die viertgrößte US-Metropole Houston. Dutzende kommen ums Leben. Schadensbilanz: 125 Milliarden US-Dollar - übertroffen nur von Hurrikan „Katrina“ (2005).

„Matthew“ trifft im Herbst 2016 auf die USA, 34 Menschen kommen ums Leben - die meisten in North Carolina. Drei Millionen verlassen ihre Häuser. In der Karibik sterben 585 Menschen - vor allem auf Haiti.

„Sandy“ wirbelt im Oktober 2012 die US-Ostküste entlang. Der Sturm, der zunächst in der Karibik wütet, hinterlässt vor allem in den Staaten New York und New Jersey ein Bild der Verwüstung. Es gibt rund 150 Tote. In New York City stehen ganze Stadtteile unter Wasser.

„Katrina“ wütet im August 2005 entlang der Golfküste, mehr als 1800 Menschen kommen ums Leben. Besonders betroffen ist New Orleans. Der Sturm führte zur bislang teuersten Hurrikan-Katastrophe in den USA - mit 160 Milliarden Dollar unter Berücksichtigung der Inflation.

Von RND/dpa

Mehr als eine Million Menschen an der US-Ostküste bereiten sich auf den heftigen Tropensturm „Florence“ vor. Meteorologen warnen vor möglichen katastrophalen Schäden. Auch das Auswärtige Amt warnt Reisende vor dem Hurrikan.

12.09.2018
Panorama „Be one with the Ocean“-Hoody - Dieter Bohlen erklärt den Pullover-Fauxpas

Dieter Bohlen äußert sich per Video zum Verschwinden von Daniel Küblböck. Doch nicht seine Worte, sondern sein Kapuzenpullover elektrisiert die Menschen – wegen der Aufschrift „Be one with the Ocean“. Nun erklärt der Pop-Titan, wie es zu dem Hoody-Gate kommen konnte.

12.09.2018

Zwei Mitglieder der Rockergruppe Bandidos sollen in Dortmund mit Messern auf ein Mitglied eines libanesischstämmigen Familienclans eingestochen haben. Einer der mutmaßlichen Täter wurde nach der Messerattacke bereits festgenommen, der zweite wird noch gesucht.

12.09.2018
Anzeige