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Panorama „Irma“ fordert weitere Tote – Zehntausende fliehen
Nachrichten Panorama „Irma“ fordert weitere Tote – Zehntausende fliehen
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11:48 08.09.2017
Mindestens elf Menschen hat Hurrikan „Irma“ bereits das Leben gekostet.  Quelle: AP
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San Juan

 In der nördlichen Karibik kostete der Wirbelsturm „Irma“ insgesamt bereits mindestens elf Menschen das Leben. Tausende sind nach der Zerstörung von Häusern und Wohnungen obdachlos. „Mindestens 95 Prozent der Gebäude in Barbuda wurden beschädigt. 60 Prozent der Bevölkerung sind obdachlos“, sagte der Premierminister von Antigua und Barbuda, Gaston Browne. Die Schäden auf den Inseln Barbuda, Anguilla und Saint-Martin wurden als katastrophal beschrieben. Einige Gegenden gelten als unbewohnbar.

Zerstörte Häuser, überflutete Straßen, entwurzelte Bäume: Hurrikan „Irma“ hat eine Schneise der Zerstörung durch die Karibik geschlagen. Der Wirbelsturm der höchsten Kategorie richtete schwere Verwüstungen an und riss mehrere Menschen in den Tod.

Mit Windgeschwindigkeiten von 300 Kilometern pro Stunde ist „Irma“ der stärkste Hurrikan, der je im Atlantik aufgezeichnet wurde. Allein für Georgia könnte er zum bedeutendsten Sturmphänomen seit mehr als einem Jahrhundert werden. Dem Gouverneur von Florida, Rick Scott, zufolge könnten „Irmas“ Wind und Regen Freitagnacht (Ortszeit) über Florida Keys hereinbrechen.

Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 295 Stundenkilometern fegt Hurrikan „Irma“ über die Karibik – und hinterlässt eine Spur der Verwüstung. Doch es geht noch drastischer: Welche Wirbelstürme Rekorde gebrochen haben, lesen Sie hier.

Zehntausende verlassen Florida Keys

Mindestens 31.000 Menschen haben die Inselkette als Vorsichtsmaßnahme vor dem Eintreffen des Hurrikans verlassen. Im US-Staat Georgia ordnete der Gouverneur am Donnerstag die Evakuierung von Küstenorten an; 540.000 Menschen waren betroffen. Der Wirbelsturm hat laut Wetterforschern das Potenzial, Florida als Hurrikan der Kategorie fünf heimzusuchen, anschließend in Georgia könnte es Kategorie drei werden. Auf den Amerikanischen Jungferninseln verloren drei Menschen durch „Irma“ ihr Leben, während der US-Senat ein Hilfspaket in Milliardenhöhe wegen der Auswirkungen nach „Harvey“ beschloss.

Das US-Hurrikan-Zentrum gab am späten Donnerstagabend eine Warnung für Südflorida und die Florida Keys heraus. Davon betroffen war auch die Gegend um die Metropole Miami. Zudem wurde vor einer Sturmflut gewarnt. „Irma“ befand sich am späten Donnerstagabend noch rund 940 Kilometer südöstlich von Miami und erreichte Windgeschwindigkeiten von bis zu 270 Kilometern pro Stunde.

Trump ruft Menschen zur Vorsicht auf

Der letzte Sturm der Kategorie fünf in Florida war „Andrew“ im Jahr 1992. Bei damals erreichten Windgeschwindigkeiten von 265 Kilometern pro Stunde starben 65 Menschen. Die Schadenshöhe betrug 26 Milliarden Dollar (21,61 Milliarden Euro). Eine Übersicht der schwersten Hurrikane aller Zeiten finden Sie hier.

Hurrikan „Andrew“ richtete Schäden in Milliarden-Höhe an. Quelle: AP

US-Präsident Donald Trump rief Menschen in den voraussichtlich vom Hurrikan betroffenen Gebieten auf, vorsichtig zu sein. In einem Tweet betonte er die Kraft des Wirbelsturms. Vor Ort seien aber mutige und talentierte Menschen zur Hilfe eingesetzt.

Indes beschloss der US-Senat am Donnerstag ein 15,3 Milliarden Dollar teures Hilfspaket für die Geschädigten des Hurrikans „Harvey“. Die Leistungen im Wert von umgerechnet 12,75 Milliarden Euro sind fast doppelt so hoch wie die von Präsident Donald Trump zunächst beantragten 7,9 Milliarden Dollar. Am (heutigen) Freitag soll das Repräsentantenhaus über das Gesetz abstimmen, bevor Trump es unterschreiben kann. „Harvey“ hatte vor allem in Texas und Louisiana schwere Schäden angerichtet.

Bis zu 37 Millionen Menschen könnten vom Sturm betroffen sein

Nach Schätzungen der Vereinten Nationen könnten in den kommenden Tagen bis zu 37 Millionen Menschen von den Auswirkungen des Sturms betroffen sein. Der Hurrikan passierte am Donnerstag die Dominikanische Republik sowie Haiti und sollte dann weiter Richtung Kuba, Bahamas und Florida ziehen.

Als nächstes trifft Irma auf Kuba, bevor der Hurrikan die Florida-Halbinsel erreicht. Quelle: dpa

Floridas Gouverneur Scott hofft auf Hilfe der Tankstellenbetreiber

Es gilt als wahrscheinlich, dass „Irma“ am Samstag auf den US-Staat Florida trifft. Floridas Gouverneur Rick Scott rief die Einwohner des Bundesstaates zu äußerster Vorsicht auf. Man müsse davon ausgehen, dass große Teile Floridas und beide Küsten betroffen sein könnten.

Ein Mann aus Orlando bereitet sich mit Sandsäcken auf den Hurrikan vor. Quelle: AP

Scott appellierte an Tankstellenbetreiber, so lange wie möglich geöffnet zu bleiben. „Kraftstoff ist sehr wichtig. Wir tun alles, um die Versorgung aufrecht zu erhalten“, sagte er. So würden etwa Tanklastzüge von Polizeieskorten begleitet, um sie schneller zum Ziel zu führen. In vielen Orten wappneten sich die Menschen mit Hamsterkäufen. Vor Supermärkten bildeten sich lange Schlangen. Auf den Straßen stockte der Verkehr.

Von RND/dpa/ap

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