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Panorama Kanada bietet WHO experimentellen Ebola-Impfstoff an
Nachrichten Panorama Kanada bietet WHO experimentellen Ebola-Impfstoff an
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07:04 13.08.2014
Es ist eine heikle Frage, ob kaum erprobte Wirkstoffe gegen Ebola eingesetzt werden sollten. Quelle: Armin Weigel/Archiv- und Symbolbild
Ottawa/Genf

Zehn Dosen seien bereits auf Anforderung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen an ein Krankenhaus in Genf versandt worden, teilte der stellvertretende Leiter der kanadischen Gesundheitsbehörde Gregory Taylor nach Angaben lokaler Medien mit.

Die WHO setzt bei Ebola jetzt auch auf kaum erprobte Medikamente. Dieser Schritt sei ethisch vertretbar, entschied die WHO am Dienstag nach Beratungen mit Medizin-Ethikern. Mehrere experimentelle Wirkstoffe gäben Anlass zur Hoffnung, sagte die stellvertretende WHO-Generalsekretärin Marie-Paule Kieny. Liberia hatte bereits am Morgen angekündigt, das Mittel "ZMapp" einsetzen zu wollen. Es soll demnach zunächst bei zwei Ärzten verwendet werden.

"Das Expertengremium hat Konsens darüber erzielt, dass es ethisch ist, unter den besonderen Umständen dieses Ausbruchs sowie unter Einhaltung bestimmter Bedingungen unerprobte Mittel mit bislang unbekannten Nebenwirkungen als potenzielle Therapie oder zur Vorbeugung anzubieten", hieß es von der WHO. Die Behandlung müsse in allen Aspekten transparent, der Patient auf Basis seriöser Information einverstanden sein.

Die in Westafrika mit Hunderten Mitarbeitern aktive Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen begrüßte die WHO-Entscheidung. Der Einsatz experimenteller Wirkstoffe allein werde die Epidemie aber nicht stoppen, wurde betont. Es sei weiter nötig, die Hilfe vor allem personell massiv aufzustocken. Das Vorhaben, rasch vielversprechende Therapieansätze auszuwählen, die Produktion der Mittel hochzufahren und den Einsatz im Epidemiegebiet vorzubereiten, habe aber "volle Unterstützung".

Bis zum 9. August hatten die Behörden der betroffenen Länder der WHO 1800 bestätigte und Ebola-Verdachtfälle gemeldet, mehr als 1000 Tote waren registriert.

dpa

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