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Panorama Kapstadt reduziert Wasserverbrauch weiter
Nachrichten Panorama Kapstadt reduziert Wasserverbrauch weiter
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15:53 01.02.2018
Warten aufs Wasser: In Kapstadt stehen die Menschen Schlage, um sich Trinkwasser an einer öffentlichen Stelle abzuzapfen. Quelle: AP
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Johannesburg

Die dürregeplagte südafrikanische Metropole Kapstadt schränkt den Wasserverbrauch noch stärker ein. Ab Donnerstag dürfe jeder Einwohner statt 87 nur noch 50 Liter Trinkwasser pro Tag verbrauchen, teilte die Stadtverwaltung mit. Zum Vergleich: In Deutschland werden pro Person mehr als 120 Liter Wasser pro Tag verbraucht.

Außerdem dürfen in Kapstadt ab sofort private Swimmingpools und Wassergärten nicht mehr mit Trinkwasser nachgefüllt werden. Auch Autowäsche und das Abspritzen gepflasterter Flächen mit Trinkwasser seien verboten.

Gepostet von City of Cape Town am Mittwoch, 31. Januar 2018

Ziel der Maßnahmen ist es, den sogenannten „Tag Null“ hinauszuzögern. Dann muss die Stadt in Südafrika das Wasser abstellen und die rund 4,5 Millionen Einwohner bekommen Wasser nur noch unter Aufsicht von Militär und Polizei an Tankwagen. Dieser Punkt ist erreicht, wenn der Durchschnittspegel der Reservebecken auf 13,5 Prozent sinkt. Nach derzeitigen Berechnungen könnte es am 16. April soweit sein. Am Mittwoch lag der Pegel noch bei 26 Prozent.

Die Behörden verwiesen darauf, dass die Privathaushalte etwa 70 Prozent des Trinkwassers in Kapstadt verbrauchen. Sie kündigten an, wer ab Donnerstag zu viel Wasser abzapfe, müsse Strafe zahlen oder bekomme eine Vorrichtung installiert, die den Wasserverbrauch begrenzt.

Darüber hinaus übernahmen die Behörden die Kontrolle über eine natürliche Trinkwasserquelle, an der sich Anwohner auf eigene Faust mit Wasser versorgt hatten. Das führte in dem Viertel zeitweise zu chaotischen Zuständen, verstopften Straßen und erheblichem Lärm. Vor einigen Tagen wurde eine Person nach Handgreiflichkeiten festgenommen. Vor einer weiteren Quelle wurden bereits private Wachmänner postiert.

Der Handels- und Industrieausschuss des südafrikanischen Parlaments forderte die Regierung auf, gegen Geschäftemacher vorzugehen, die in Flaschen abgefülltes Wasser teurer verkauften als üblich. Dieses Verhalten schade vor allem armen Menschen, kritisierten die Abgeordneten.

Schlange stehen vor der Quelle: In der Millionenmetropole Kapstadt herrscht große Trockenheit. Die Verwaltung rationiert nun das Trinkwasser.

In Kapstadt ist Trinkwasser seit Jahren knapp. Das liegt nicht nur an der Trockenheit, sondern auch am raschen Bevölkerungswachstum und den zahlreichen Touristen. Auch das Gastgewerbe mahnte zur Sparsamkeit. Hotels sollten ihre Pools mit Salz- statt mit Trinkwasser füllen, Restaurants keine Stoffservietten mehr verwenden, hieß es. Restaurants sollten zudem ihre Speisekarten überdenken. So könne Gemüse auch gedämpft, statt mit viel Wasser gekocht werden. Aus dem gleichen Grund sollten Gaststätten auch das eine oder andere Nudelgericht streichen.

Von RND/iro/dpa

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