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Panorama Kaum noch Hoffnung bei Suche nach Daniel Küblböck
Nachrichten Panorama Kaum noch Hoffnung bei Suche nach Daniel Küblböck
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16:16 10.09.2018
Kaum noch Überlebenschancen: Daniel Küblböck. Quelle: dpa
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Hamburg

Kaum noch Hoffnung: Die Suche nach dem vor Kanada in den Atlantik gestürzten Sänger und früheren TV-Star Daniel Küblböck ist am Montag erwartbar ergebnislos geblieben. Der 33-Jährige war nach Angaben des Anbieters Aida Cruises bei einer Kreuzfahrt von Hamburg nach New York am Sonntag in der Labrador See, etwa 185 Kilometer nördlich von St. John’s/Neufundland, über Bord gegangen. Die Wassertemperatur beträgt dort nur etwa 10,5 Grad. Ohne Hilfe liegt die Überlebenschance bei nur wenigen Stunden.

Christian Stipeldey, Seenotrettungsexperte bei der Deutschen Gesellschaft zur Rettung, beantwortet Fragen rund um die Seenotrettung:

Überlebenszeit: Psychischer Durchhaltewillen spielt eine Rolle

„Wie lange jemand in zehn Grad kaltem Wasser überleben kann, ist auch vom psychischen Durchhaltewillen abhängig“, sagt Stipeldey. Dazu gehöre, dass man nicht in Panik gerate. „Umso weniger man sich bewegt, umso langsamer kühlt man aus“, erklärt der Seenotretter. Außerdem gehe es auch um den körperlichen Zustand - also darum, wie viel Energie man habe, die man dringend brauche.

Äußere Faktoren:

Laut Stipeldey gibt es bestimmte Faktoren dafür, wie erfolgreich die Suche im Meer sein könne. „Das liegt an Wetter-, Wind- und Strömungsverhältnissen, aber auch an der Tatsache, wie genau man den sogenannten Suchgebietsmittelpunkt, den wahrscheinlichsten Aufenthaltsort eines über Bord gegangenen Menschen, bestimmen kann.“

Schon der Sturz kann tödlich sein

„Das Wasser kann hart wie Beton sein“, sagt der Seenotretter und weist auf Sprünge vom Zehn-Meter-Brett hin. Durch schnelles Einatmen könne schnell Wasser in die Lunge geraten und zum innerlichen Ertrinken führen.

Suche kommt oft zu spät

„Sogar wenn jemand sieht, wie eine Person über Bord geht, braucht ein großes Schiff wie die Aida mehrere Kilometer, um zu stoppen“, erklärt Stipeldey. Sei die Ausgangsposition nicht klar, müsse diese umständlich bestimmt werden, was ebenfalls Zeit koste. Nach dem vom Schiff gesendeten „Mayday“-Ruf könne es auf dem Ozean teilweise Stunden dauern, bis Schiffe zu Hilfe kommen.

Von RND/hsc/dpa

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