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Gut geschlafen?

MAZ-Kolumne vom 4. Juni Gut geschlafen?

Die Deutschen schlafen im Vergleich zu den Franzosen besonders gut, aber nicht besonders viel. Das ist gut so, findet Markus "max" Schünemann. So werden die Deutschen während der Fußball-Weltmeisterschaft wenigstens nicht um ihren Schlaf gebracht. Da sieht es für die Franzosen schon schlechter aus.

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Während der Fußball-WM wird hoffentlich nicht aus Langeweile gegähnt.

Quelle: dpa

Wir Deutschen sind nicht die Ausgeschlafensten. Laut einer Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung schläft so ein Deutscher im Schnitt pro Nacht 492 Minuten, ein Franzose aber 530 Minuten. Dabei dachte man ja immer, der Franzose mache nachts ganz andere Dinge.

Sei’s drum: Dass wir Deutschen so wenig schlafen, ist ein großes Glück, weil bald Fußball-Weltmeisterschaft ist, und wir ja zu gucken und hinterher die absehbaren Sie ge der Jogi-Mannschaft bis zum Morgengrauen bejubeln müssen. Und die Anstoßzeiten – die beim Fußball und die hinterher – liegen ja spät, weil irgend so ein Fifa-Honk auf die sonderbare Idee kam, die WM nach Brasilien zu vergeben, obwohl die doch in einer völlig anderen Zeitzone leben als wir.

Weil der Deutsche aber pflichtschuldigst wach bleiben will, erhob sich also alsbald lautes Wehklagen, man müsse Sonderregeln für Arbeitnehmer im Schichtdienst finden und den Unterrichtsbeginn für Schüler nach hinten legen. Als ob sich Schüler um den Unterrichtsbeginn scheren.

Dabei ist es nicht wichtig, viel zu schlafen, sondern gut. Und im Gutschlafen ist der Deutsche gut. Nach einer Umfrage des Robert-Koch-Instituts schlafen mehr als drei Viertel der Deutschen gut oder gar sehr gut, und die anderen glauben wahrscheinlich, sie seien Franzosen. Und der Franzose schläft ja gar nicht gut, weil er ständig diesen Albtraum hat, in dem er viel zu lange schläft, obwohl er doch nachts ganz andere Dinge machen sollte. Und da sitzen dann Babette und Jeanette und Claudette neben ihm im Bette und raufen sich die Haare und rufen: „Heee, Franzose, werd’ mal deinem Ruf gerecht!“ Aber er schläft.

Und am nächsten Tag sitzt er da mit geröteten Augen und sieht, wie seine Équipe nach einer ziemlich müden Vorstellung in der Vorrunde ausscheidet. Und dann? Dann gähnt er. max

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