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Panorama Monsunopfer kämpfen ums Überleben
Nachrichten Panorama Monsunopfer kämpfen ums Überleben
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13:44 05.09.2017
In Südasien droht eine Lebensmittelknappheit nach dem verheerenden Monsun. Quelle: dpa
Kuala Lumpur/Neu Delhi

Mehr als 2100 Menschen sind bislang in diesem Sommer durch die Folgen des Monsuns in Südasien ums Leben gekommen. Hunderttausende Überlebende haben ihr Zuhause oder ihre Ernte verloren. Das Rote Kreuz mahnt nun, dass diese Menschen ums Überleben kämpften.

„Wir riskieren eine furchtbare Zweitkrise von Lebensmittelknappheit und Krankheiten, wenn wir nicht die nötigen Mittel bekommen, um die Hilfe zu leisten, die sofort gebraucht wird“, sagte der Vize-Regionaldirektor der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften (IFRC), Martin Faller, laut einer Mitteilung vom Dienstag. „Ganze Dörfer sind weggeschwemmt worden. Wir haben eine Verantwortung, zu helfen.“

Der Monsun in Südasien ist dieses Jahr besonders heftig. Mehr als 2100 Menschen sind bereits infolge der schweren Regenfälle und Überschwemmungen ums Leben gekommen.

Die südasiatische Monsunzeit dauert in der Regel von Juni bis September, jedes Jahr sterben zahlreiche Menschen. In diesem Sommer erleben Indien, Nepal, Bangladesch und Pakistan den verheerendsten Monsun seit vielen Jahren. Mehr als 41 Millionen Menschen sind nach Angaben der IFRC betroffen. In den westlichen Industriestaaten wurde der Monsun in der öffentlichen Wahrnehmung bisweilen von den Überschwemmungen in den USA durch Hurrikan „Harvey“ überschattet.

„Die Fluten gehen vielerorts zurück, aber unverzichtbare Güter werden schon jetzt knapp, nachdem Lebensmittel weggeschwemmt und Ernten sowie Existenzgrundlagen ruiniert wurden“, hieß es weiter von der IFRC. „Diese Menschen brauchen unsere Hilfe, und wir tun was wir können, um ihren Bedarf zu decken. Wir brauchen dringend Unterstützung von Partnern weltweit.“

Vor allem Indien ist betroffen

Indien hat mit bislang knapp 1700 Toten die mit Abstand meisten Opfer in der Region zu beklagen. Hier hat es die ohnehin Verwundbarsten am schlimmsten getroffen. „Die Hilfsbedürftigkeit ist enorm, besonders bei Armen, Frauen, der Stammesbevölkerung und Minderheiten“, sagte Mihir Bhatt, Chef der gemeinnützigen Organisation „All India Disaster Mitigation Institute“ im westindischen Ahmedabad, die sich für Katastrophenvorsorge und Wiederaufbau auf Lokalebene einsetzt.

„Es muss viel mehr getan werden, um diese stark benachteiligten Gruppen schneller und besser zu erreichen.“ Auch müsse sichergestellt werden, dass der Wiederaufbau nachhaltig sei und die Menschen ihre verlorenen Lebensgrundlagen wiederbekämen, sagte Bhatt der Deutschen Prese-Agentur. „Indiens Arme und Schutzbedürftige brauchen zudem eine einfache und effektive Hochwasserversicherung.“

Die Regierung gebe ihr bestes, aber die Überschwemmungen seien in diesem Jahr beispiellos, meinte Bhatt. „Am wichtigsten ist es, die Widerstandsfähigkeit der lokalen Gemeinden zu stärken. Nur sie können wirkungsvolle Hilfe leisten.“

Von RND/dpa

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