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Nach acht Jahren: Mann erhält Spenderniere an Weihnachten

Erfolgreiche Transplantation Nach acht Jahren: Mann erhält Spenderniere an Weihnachten

Acht Jahre hatte ein Mann aus dem Landkreis Peine auf eine neue Niere gewartet – in der Nacht zum zweiten Weihnachtstag traf das Spenderorgan dann an der Medizinischen Hochschule in Hannover ein. Allerdings gab es ein Problem: Der Patient war nicht zu erreichen. Und die Zeit drängte.

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Weil er nicht erreichbar war, brachte die Polizei einen Patienten an Weihnachten zur Transplantation ins Krankenhaus.

Quelle: picture alliance / Jan-Peter Kas

Hannover/Peine. Das vermutlich schönste Weihnachtsgeschenk seines Lebens hat die Polizei in Peine jetzt einem schwer nierenkranken Mann gemacht. Bereits seit acht Jahre wartete er nach Angaben des Polizeikommissariats Peine auf eine Spenderniere. Bislang vergeblich. In der Nacht von Montag auf Dienstag stand in der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) plötzlich ein passendes Spenderorgan bereit. Immer wieder versuchte die Klinik den Mann aus der Gemeinde Vechelde telefonisch zu erreichen, um ihm jene lebensrettende Botschaft zu übermitteln, die er sich in der langen Zeit des Wartens vermutlich schon hunderte Male ausgemalt hatte: „Wir haben ein Spenderorgan für Sie.“

In der Nacht vom ersten auf den zweiten Weihnachtstag dieses Jahres allerdings ging der Nierenkranke nicht ans Telefon, reagierte auf keinen der Anrufe der MHH. Die Zeit, die Transplantation durchzuführen, wurde langsam knapp. Schließlich –gegen 6.42 Uhr morgens – rief die Klinik in ihrer Not bei der Peiner Polizei an und schilderte die Lage. Es sei bereits viel Zeit vergangen, der Mann müsse schnellstmöglich in die Klinik. Nur 13 Minuten später, um 6.55 Uhr, standen zwei Beamte vor der Tür des Schwerkranken, klingelten ihn aus dem Bett.

Polizei bringt Patienten rechtzeitig in die Klinik

Nach dem ersten Schock über die beiden Polizisten vor der Tür habe er ebenso wie seine Ehefrau sein Glück kaum fassen können und schnell ein paar Sachen zusammengepackt, hieß es am Dienstag vonseiten des Polizeikommissariats Peine. Als sich dann auch noch herausstellte, dass der Mann nicht mobil genug war, um in die Klinik fahren kann, handelten die Beamten kurzentschlossen. Sie fuhren ihn in die MHH, wo man schon händeringend auf ihn wartete.

Wie die Transplantation verlief, konnte man beim Polizeikommissariat Peine am Dienstagabend nicht sagen. Wohl aber dazu, wie die beiden Beamten den Einsatz fanden. Wenn bei der Operation alles gut gehe, hätten die beiden einem Schwerkranken zu einem angenehmeren Leben verholfen, sagte Dienstschichtleiter Peter Rathai. Das habe sie „emotional bewegt“, ergänzte er schlicht.

Von Jutta Rinas / RND

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