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Panorama Nach tödlichem Streit auf der Wiesn: Verdächtiger stellt sich
Nachrichten Panorama Nach tödlichem Streit auf der Wiesn: Verdächtiger stellt sich
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18:55 29.09.2018
Polizisten kommen auf dem Oktoberfestgelände am Augustiner-Zelt zum Tatort. Quelle: Sven Hoppe/dpa
München

Nach dem tödlichen Streit auf dem Münchner Oktoberfest hat sich ein Tatverdächtiger bei der Polizei gemeldet. Der Mann, der nach Angaben der Polizei 42 Jahre alt ist, habe sich am Nachmittag in Begleitung seines Anwalts bei der Polizei München gemeldet.

Kurz zuvor hatte sich eine Zeugin bei der Polizei gemeldet. Die Frau werde vernommen, teilte die Polizei am Nachmittag mit. Die Polizei hatte über das Internet nach der Frau gesucht, die den Vorfall beobachtet und sich daraufhin beim Sicherheitsdienst gemeldet hatte. Die Polizei traf sie dann jedoch nicht mehr an und suchte über das Internet nach ihr.

Im Außenbereich des Augustiner-Festzeltes waren am Freitagabend zwei Männer aneinandergeraten. Der eine streckte den anderen nieder und verletzte ihn so schwer, dass dieser kurz darauf starb. Todesursache war der Obduktion zufolge eine Hirnblutung. Der Täter flüchtete und wurde auch am Samstag noch gesucht. Bei dem Opfer handle es sich um einen 58-jährigen Deutschen aus dem Münchner Umland, sagte eine Polizeisprecherin. Waffen waren bei der Auseinandersetzung den Erkenntnissen nach nicht im Spiel. Die Polizei ermittelt wegen Körperverletzung mit Todesfolge.

Mehrere Todesfälle in der Vergangenheit

Der tödliche Streit ist nicht der erste Todesfall auf dem Volksfest. 1991 wurde ein 20 Jahre alter Mann bei einer Messerstecherei getötet. Vier Jahre später gerieten ein Standl-Besitzer und ein Oktoberfestbesucher in Streit. Der Verkäufer schubste seinen Kontrahenten – der daraufhin stürzte und mit dem Kopf auf das Pflaster fiel. Der Mann starb wenig später in einer Klinik.

2014 sorgte der Tod eines 26-jährigen Australiers für Bestürzung. Er wurde von einem Taxi erfasst, mehrere Meter mitgeschleift und starb kurz darauf im Krankenhaus.

Auch der Besuch eines der zahlreichen Fahrgeschäfte endete schon tödlich: 1989 brach ein 45 Jahre alter Arzt nach einer Fahrt im Fünffach-Looping tot zusammen. Die Polizei ging von Herzversagen aus.

Von RND/dpa