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Panorama Poller stoppen blutüberströmten Autofahrer auf Strandpromenade
Nachrichten Panorama Poller stoppen blutüberströmten Autofahrer auf Strandpromenade
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20:51 05.07.2018
Nach Zeugenaussagen soll der Opel des 29 Jahre alten Hamburgers beim Aufprall gegen die Poller hoch in die Luft geflogen sein, um dann wieder auf den Reifen zu landen. Quelle: Martina Janke-Hansen
Scharbeutz

Nach Zeugenaussagen soll der Opel des 29 Jahre alten Hamburgers beim Aufprall gegen die Poller hoch in die Luft geflogen sein, um dann wieder auf den Reifen zu landen. Der Mann, der sich am Hals und beiden Armen selbst schwere Verletzungen zugefügt hatte, sprang blutüberströmt aus dem Wagen. Nach Informationen der „Lübecker Nachrichten“ soll er auf geschockte Passanten zugelaufen sein und gerufen haben „Ihr wolltet das so“.

Anschließend lief er in Richtung des Scharbeutzer Restaurants Capolino. Inhaber Lino Cimmino, früher Carabinieri in Italien, konnte den Rasenden, der versuchte, in die Küche des Restaurants einzudringen, mit der Polizei überwältigen.

Bei seiner Festnahme leistete der 29-Jährige erheblichen Widerstand, heißt es von der Polizei. Ein Beamter wurde verletzt. Die Polizei wurden gegen 9.50 Uhr alarmiert, weil sich im Bereich des Seebrückenvorplatzes ein aggressiver Mann aufhielt. Er wies mehrere Verletzungen an den Armen auf und blutete stark, als die Beamten am Einsatzort ankamen. Der Mann flüchtete in seinen dort abgestellten Opel Vectra und fuhr anschließend mit stark überhöhter Geschwindigkeit die Strandallee entlang in Richtung Haffkrug. Aufgrund seiner Fahrweise soll es dabei in dem verkehrsberuhigten Bereich zu mehreren Gefährdungen von Fußgängern und Radfahrern gekommen sein.

Kurz vor dem Erreichen der Seestraße prallte der Opel Vectra in Höhe eines großen Hotels gegen einen Lichtzeichenmast der dortigen Straßensperranlage. Nach dem Zusammenstoß war das Fahrzeug nicht mehr fahrbereit, der Mann flüchtete in ein angrenzendes Restaurant. Nach derzeitigem Ermittlungsstand soll er dort versucht haben, das Personal anzugreifen. Die Angriffe konnten abgewehrt werden.

Gegen den 29-jährigen Hamburger wird nun wegen des Verdachts der Straßenverkehrsgefährdung, Verkehrsunfallflucht, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und versuchter gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Derzeit geht die Polizei davon aus, dass sich der Mann in einem psychischen Ausnahmezustand befand. Nach der Erstversorgung in einem Krankenhaus wurde er auf Anordnung eines Amtsarztes einer Fachklinik zugeführt.

Die Polizei sucht nun in Scharbeutz weitere Zeugen, die den Tathergang beobachtet haben oder durch das Verhalten des Mannes geschädigt wurden. Hinweise werden unter der Telefonnummer 04503/35720 entgegen genommen.

Von RND/LN

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