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Panorama Rekord-Hurrikan „Michael“ verwüstet Florida: Mindestens ein Toter
Nachrichten Panorama Rekord-Hurrikan „Michael“ verwüstet Florida: Mindestens ein Toter
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12:53 11.10.2018
In Panama City inspiziert ein Mann die Schäden in der Innenstadt Quelle: Pedro Portal/Miami Herald/AP/dpa
Miami

Mit großer Wucht ist der Hurrikan „Michael“ an der Küste des US-Bundesstaats Florida auf Land getroffen. Der Hurrikan der zweithöchsten Kategorie vier sei am Mittwoch nordwestlich von Mexico Beach in Florida mit Windgeschwindigkeiten von 250 Stundenkilometern auf die Küste gestoßen, teilte das Nationale Hurrikan-Zentrum und warnte vor folgenden Sturmfluten, die eine Höhe von mehr als vier Metern erreichen könnten.

Vielerorts bot sich ein Bild des Chaos: Abgedeckte Gebäude, überflutete Ortschaften, entwurzelte Bäume, Stromausfälle in mehr als 388000 Haushalten und Geschäften. Experten sprachen vom heftigsten Hurrikan in der Region seit dem Beginn der Wetteraufzeichnungen. Im Bezirk Gadsden forderte „Michael“ das erste Todesopfer: Ein Mann kam um, als ein Baum auf sein Haus stürzte, wie die Behörden mitteilten. Am Abend raste der Rekord-Sturm auf die angrenzenden Staaten Alabama und Georgia zu.

Gouverneur entsendet Such- und Rettungstrupps

„Entlang unserer Küste werden Gemeinden unvorstellbare Zerstörung sehen“, sagte Floridas Gouverneur Rick Scott vorab. „Das ist der schlimmste Sturm, den die Florida-Panhandle in hundert Jahren gesehen hat.“ Als Panhandle (Landzipfel oder Pfannenstiel) wird der Teil Floridas nordwestlich der Halbinsel bezeichnet, wo der Sturm auf Land traf.

Am Mittwochabend hat Hurrikan „Michael“ im US-Bundesstaat Florida vielerorts für Verwüstung gesorgt. Meterhohe Wellen trafen auf die Küste, Bäume stürzten auf Straßen und viele Häuser nahmen erheblichen Schaden.

Kurz nach Eintreffen des Hurrikans gab Scott bekannt, Such- und Rettungsmissionen zur Unterstützung von Überlebenden würden gestartet, sobald es die Bedingungen erlaubten. Bewohner rief er auf, sich von den Straßen fernzuhalten, damit die Einsatzteams auch durchkommen. „Wenn Sie und ihre Familie es sicher durch den Sturm geschafft haben, wäre es jetzt das Schlimmste, wenn Sie sich unklug verhalten“, ergänzte Scott.

Trump will betroffenes Gebiet am Wochenende besuchen

Präsident Donald Trump nannte den Sturm ein „Monster“. Wegen des Hurrikans kam Trump am Mittwoch im Weißen Haus mit dem Chef der Katastrophenschutzbehörde Fema, Brock Long, und mit Heimatschutzministerin Kirstjen Nielsen zusammen. Long sagte: „Dies wäre der intensivste Hurrikan seit 1851, der diese Gegend getroffen hat, wenn ich mich recht erinnere.“

Der Präsident kündigte an, das Katastrophengebiet voraussichtlich am Sonntag oder Montag zu besuchen. Bei einem früheren Besuch befürchte er, den Helfern in den Weg zu kommen, sagte der Präsident.

Touristen fahren in einem Oldtimer durch Havanna, während Ausläufer des Hurrikans “Michael“ aufgepeitschte Wellen gegen die Ufermauern treiben. Quelle: Ramon Espinosa/AP/dpa

Mehr als 375.000 Bewohner der Golfküstenregion hatten die Behörden zum Verlassen ihrer Häuser aufgerufen. Doch habe der mit großem Tempo und zunehmender Stärke herannahende Sturm den Menschen kaum Zeit zur Vorbereitung gelassen, klagten Notfalldienste. Viele hätten zudem Warnungen ignoriert und sich der Illusion hingegeben, den Hurrikan aussitzen zu können.

Sally Crown aus Apalachicola gehörte zu jenen Bürgern, die zu Hause blieben. Die schlimmsten Schäden habe ihr Garten davongetragen, wo etliche Bäume entwurzelt wurden, habe sie gedacht. Doch nach dem Durchzug von „Michael“ habe sie auf dem Weg zu einem Café, in dem sie als Managerin arbeite, atemberaubende Verwüstungen gesehen. „Es war absolut furchtbar. Katastrophisch“, schilderte Crown. „Es gibt Überflutungen. Boote auf der Autobahn. Ein Haus auf der Autobahn. Häuser, die seit Ewigkeiten da waren, und jetzt einfach zertrümmert sind.“

Eine Person steht am Strand von Fort Walton Beach und fotografiert die Wellen während des anrückenden Hurrikans. Quelle: Northwest Florida Daily News/AP

Mitte September hatte Tropensturm „Florence“ die Südostküste der USA getroffen und vor allem in North und South Carolina schwere Überschwemmungen verursacht. Mehrere Dutzend Menschen kamen durch „Florence“ und die Folgen des Sturms ums Leben. Die Katastrophenschutzbehörde Fema warnte, „Michael“ werde auch North und South Carolina starken Regen bringen - dabei sei dort das Wasser von „Florence“ noch nicht vollständig abgeflossen.

Heftigen Regen soll „Michael“ voraussichtlich auch in Teilen Georgias, Alabamas und im Südosten Virginias bringen. Das Nationale Hurrikan-Zentrum sagte vorher, dass der Sturm nach Nordosten wandern werde.

Von RND/AP/dpa

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