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So hell strahlte der erste Supermond des Jahres

Naturschauspiel So hell strahlte der erste Supermond des Jahres

Nach dem letzten Supermond im Dezember 2017 zeigte sich im jungen Jahr bereits ein weiteres Naturspektakel am Himmel. Weltweit konnten die Menschen in der Nacht zum 2. Januar den besonders nah erscheinenden Mond beobachten.

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Der Vollmond zeigt sich am Abend des 1. Januar hinter der St. Annen Kirche in Annaberg-Buchholz im Erzgebirge.

Quelle: imago/Uwe Meinhold

Hannover. Der sogenannte „Supermond“ wirkt nicht nur näher als sonst, sondern erscheint auch deutlich heller. Das besondere Ereignis tritt immer dann ein, wenn ein Vollmond gleichzeitig im Perigäum steht, also am erdnächsten Punkt in seiner Umlaufbahn. Bereits vor einem Monat erstrahlte der Supermond am Himmel.

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Gleich zweimal beschert uns das Jahr 2018 einen strahlenden Supermond. Das erste Himmelsspektakel ereignete sich in der Nacht zum 2. Januar. Weltweit war der Riesen-Mond deutlich zu sehen.

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In der Nacht zum 2. Januar war es dann wieder soweit: Um 03.24 Uhr stand der Vollmond über Deutschland. Wer ihn verpasst hat, muss nicht lange warten. Bereits am 31. Januar zeigt sich der Mond ebenfalls in voller Pracht. Der zweite Vollmond in einem Monat wird auch als „Blue Moon“ bezeichnet. Weil dieses Ereignis nur selten vorkommt, gibt es im englischen Sprachgebrauch die Wendung „once in a blue moon“ (etwa: „alle Jubeljahre einmal“). 2018 erscheint dieses Phänomen sogar gleich zwei Mal.

In früheren Jahrhunderten war es üblich, die drei Vollmonde einer Jahreszeit klar zu bezeichnen: etwa Frühsommermond, Mittsommermond, Spätsommermond. Kam es innerhalb einer Jahreszeit zu einem vierten Vollmond, erhielt der dritte Vollmond bei den Farmern in den USA den Namen „Blue Moon“. Die Definition war eindeutig und half, den anderen Vollmonden ihr Etikett zu belassen. Historisch gesehen kommt es beim „Blue Moon“ also nicht auf die Zahl der Vollmonde in einem Monat an, sondern in einem Quartal.

Kein Vollmond im Februar

Warum dem Vollmond das Etikett blau angeheftet wird, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen. Es könnte auf ein antiklerikales Gedicht aus dem 16. Jahrhundert zurückgehen oder auf die mittelalterliche Wortbedeutung „Betrug“ statt „blau“. Ein „betrügerischer“ Vollmond verkündigte das Ende der vorösterlichen Fastenzeit, obwohl diese laut Kirchenkalender noch gar nicht vorüber war - die Leute mussten sich dann vier weitere Wochen enthalten.

In bläulicher Farbe zu sehen ist der Mond jedenfalls so gut wie nie. Lediglich bei großflächigen Waldbränden oder Vulkanausbrüchen verändert sich die Atmosphäre so, dass andere Farbanteile des Mondes herausgefiltert werden und ein bläulicher Schimmer übrigbleibt. Aber das ist äußerst selten.

Es gibt übrigens auch Zeiten, in denen ein Monat keinen einzigen Vollmond sieht. Dabei kann es sich natürlich nur um den 28-tägigen Februar handeln, weil der kürzer als der Mondzyklus ist. Der nächste vollmondlose Februar steht uns jetzt bevor - und schon am 31. März ist dann zum zweiten Mal ein „Blue Moon“ zu sehen.

Von RND/dpa

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