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Glück ist... mehr als satt zu werden

Kolumne zum Weltglückstag Glück ist... mehr als satt zu werden

Glück ist... wenn ich genug zu essen habe, sagt der Hungrige. Wenn ich in meinem Job Erfüllung und Wertschätzung finde, sagt der Arbeitnehmer. Wenn ich innerlich still bin, sagt der Buddhist. Wenn ich mich geliebt fühle, sagt fast jeder. Gedanken und Anregungen zum Weltglückstag.

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In Nordeuropa sind die Menschen am glücklichsten, wie Umfragen regelmäßig ergeben.

Quelle: Fotolia

Potsdam. Glück ist... ja was denn? Darauf hat jeder seine eigene Antwort, die oft - seien wir ehrlich - an Materiellem hängt. Ganz verkehrt ist das nicht, denn das erste Streben eines jeden Lebewesens ist es, satt zu werden. Folgerichtig lauten die ersten beiden der „17 Ziele, um die Welt zu ändern“, die die UNO im Jahr 2015 aufgestellt hat: „keine Armut“ und „kein Hunger“.

Es ist genug für alle da

So sieht dagegen die Wirklichkeit aus: Laut Welthungerhilfe hungern 815 Millionen Menschen, zwei Milliarden der rund 7,55 Milliarden Erdbewohner leiden an Mangelernährung. Dabei ist selbst für so viele Menschen genug da: Von den Lebensmitteln, die allein in Europa pro Jahr weggeworfen werden, würde die Weltbevölkerung gleich zweimal satt werden.

Ängste mehren die Unzufriedenheit

Satt sein ist ein Menschenrecht, aber noch kein Glück. Kaum jemand in Deutschland, in Brandenburg ist mangelernährt oder hungrig, doch die Unzufriedenheit wächst. Weil als existenzbedrohend empfundene Ängste wachsen in dieser sich wandelnden, brodelnden Gesellschaft, die undurchschaubar, unberechenbar, ungerecht und zunehmend entmenschlicht und absurd scheint.

Diktatur der Wirtschaft

Die allumfassende politische Diktatur ist zwar verschwunden. Doch hat sie sich in die Welt der Wirtschaft verkrochen, wo Profit die oberste und einzige Maxime zu sein scheint. Wo immer mehr Jobs immer schlechter bezahlt werden. Wo Arbeitnehmer als „Human Ressources“ ein reiner Kostenfaktor sind. Wo Wertschätzung ein Fremdwort ist.

Wir brauchen ein neues ökonomisches Paradigma

Der von der UNO initiierte Weltglückstag (International Day of Happiness) - der erstmals vor fünf Jahren, am 20. März 2013, begangen wurde - soll daran erinnern, dass die Welt, dass wir Menschen ein neues ökonomisches Paradigma brauchen: weg vom unbedingten wirtschaftlichen Wachstum, das so oft als „alternativlos“ dargestellt wird, hin zu einer Ökonomie, die Nachhaltigkeit, Armutsbekämpfung, Glück und Wohlergehen aller Menschen fördert. „Wohlergehen in puncto Sozialem, Wirtschaft und Umwelt sind nicht voneinander zu trennen“, wie es UN-Generalsekretär Ban Ki-moon formuliert - wohlgemerkt, das Soziale an erster Stelle.

Wir brauchen mehr Bewusstheit

Am Weltglückstag sollten wir uns auch bewusst werden, dass Glück nur sehr bedingt von Äußerlichkeiten abhängt; dass Glück eine Qualität im Innern ist, die schon immer da ist. Der Fingerzeig geht auf uns selbst: Wie forme ich mit meinen Gedanken, Gefühlen und Handlungen mich und meine Umwelt? Wie bewusst entscheide und gestalte ich? Was macht (mich) wirklich glücklich, und habe ich mein Leben darauf ausgerichtet? Was kann ich tun, um das Glück in mir zu mehren? Und was trage ich zum Glück meiner Mitmenschen bei? Wann, wenn nicht am Weltglückstag sollten wir uns die Zeit nehmen, über solche Fragen nachzusinnen...

Zwölf Anregungen zum Thema Glück:

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Nichts scheint schwerer greifbar zu sein als das Glück. Was ist Glück überhaupt, und wie lässt es sich mehren? Zwölf Antworten und Anregungen großer Denker und Philosophen.

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Von Maria Kröhnke

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