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Panorama Zwei Tote und mehrere Schwerverletzte durch Böller
Nachrichten Panorama Zwei Tote und mehrere Schwerverletzte durch Böller
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14:51 01.01.2018
In Kleinmachnow wurde ein 19-Jähriger bei einem Böller-Unglück tödlich verletzt. Quelle: Rainer Schüler
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Potsdam

Die Brandenburger Polizei zieht eine traurige Bilanz der Silvesternacht. Zwei Männer sind nach Polizeiangaben ums Leben gekommen, ein elfjähriger Junge ist schwer verletzt worden. In allen drei Fällen geht es um Böller-Unfälle.

35-Jähriger und 19-Jähriger sterben durch explodierende Böller

Im Landkreis Märkisch-Oderland ist ein 35-jähriger Mann ums Leben gekommen, nachdem er einen Böller entzündet hatte. Wie die „Märkische Allgemeine“ berichtet, explodierte der Knaller direkt vor seinem Körper. Der Mann starb noch an der Unfallstelle.

Ein ähnliches Unglück ereignete sich in Kleinmachnow (Potsdam-Mittelmark) . Dort zündete ein 19-Jähriger einen Böller an, der dann vor seinem Gesicht explodierte. Der Mann starb ebenfalls an der Unfallstelle.

Unbekannte werfen Böller in Gruppe – Elfjähriger wird schwer verletzt

In Flecken Zechlin im Kreis Ostprignitz-Ruppin ist ein elfjähriger Junge durch einen Böller schwer im Gesicht verletzt worden. Er wird in einer Spezialklinik behandelt. Laut Polizei stand er kurz nach Mitternacht mit seinen Eltern auf der Straße, um das Feuerwerk zu sehen. Unbekannte warfen einen Böller in die Gruppe, der vor dem Jungen explodierte.

Ein Polizeisprecher spricht von einer erschreckenden Silvesternacht. Zwei Tote zum Jahreswechsel durch „unsachgemäßen Umgang mit Feuerwerkskörpern“ hätte es noch nie gegeben. Im Vorfeld des Silvesterabends hatten Polizei und Feuerwehr immer wieder vor dem Umgang mit Böllern gewarnt.

Bundesweite Vorfälle

Auch in anderen Teilen des Landes wurden Menschen durch Feuerwerkskörper verletzt. Im niedersächsischen Löningen wurde ein 22-Jähriger auf einer privaten Silvesterfeier durch einen Böller lebensgefährlich verletzt. Ein Rettungswagen brachte ihn ins Krankenhaus. Die Polizei ermittelt jetzt, woher der Böller stammt.

Im bayerischen Schönsee-Rackenthal in der Oberpfalz hat sich ein 15-Jähriger beim Zünden eines Böllers eine Fingerkuppe verloren. In einem Rettungshubschrauber wurde der Schüler mit Verbrennungen im Handinneren in ein Klinikum gebracht.

Im thüringischen Triptis hat eine 14-Jährige schwere Augenverletzungen erlitten. Ein Unbekannter warf einen Böller in eine Gruppe, in der das Mädchen stand. Die Wucht der Explosion habe ihr die Brille „weggesprengt“. Ihr Augenlicht sei gefährdet. Ein gleichaltriger Junge wurde an Gesicht und Hand verletzt. Die beiden Jugendlichen kamen in ein Krankenhaus. Bei dem Sprengkörper soll es sich ersten Ermittlungen zufolge um einen sogenannten Polen-Böller handeln, wie der Sprecher sagte. Die Kriminalpolizei ermittelt.

Zwölfjährige in Salzgitter angeschossen

In Salzgitter ist eine Zwölfjährige in der Nacht angeschossen worden. Die Polizei ermittelt wegen eines versuchten Tötungsdelikts gegen drei Verdächtige. „Die Hintergründe der Tat sind noch unklar“, sagte ein Polizeisprecher. Das Mädchen wurde um Mitternacht von einer Kugel in den Oberkörper getroffen und im Krankenhaus notoperiert. Die Ärzte informierten die Polizei. Am Tatort fanden die Ermittler Projektilhülsen. Dank Zeugenaussagen konnten sie in der Nähe drei Verdächtige festnehmen.

Von MAZ/RND

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