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10 kluge Sätze von Helmut Schmidt

Frei Schnauze 10 kluge Sätze von Helmut Schmidt

„Schmidt-Schnauze“ – so wurde Helmut Schmidt oft genannt. Zurecht, denn der Altkanzler war bekannt für seine flotten, zeitweise sogar skandalösen, aber meist tiefsinnigen Sprüche. Wir haben seine schönsten Zitate zusammengestellt.

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Immer für einen klugen Spruch zu haben: „Schmidt-Schnauze“ – diesen Spitznamen trägt Altkanzler Helmut Schmidt zu recht.

Quelle: dpa

Potsdam. Am Dienstag ist der Altbundeskanzler Helmut Schmidt im Alter von 96 Jahren gestorben. In Erinnerung werden auch viele Sprüche von ihm bleiben. Meist wurden politische Gegner Opfer von Schmidts lockerem Mundwerk. Doch im Wahlkampf 1980 musste sich auch sein langjähriger Weggefährte und Vorgänger Willy Brandt etwas vom damaligen Kanzlerkandidaten anhören:

„Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen.“

Später bestritt Schmidt in einem Interview mit der Zeit, dass er damit Willy Brandt gemeint hatte. Der Satz sei wohl eher an einen Journalisten gerichtet gewesen, stellte der Altkanzler klar und gab zu:

„Es war eine pampige Antwort auf eine dusselige Frage.“

Immer wieder hat sich Helmut Schmidt mit markanten Sätzen zu Wort gemeldet – er selbst bezeichnete sich 1957 in seiner ersten Amtszeit als Bundestagsabgeordneter als „der Mann mit der schnellen Schnauze“.

MAZonline hat die besten 10 Zitate aus seinem langen Politikerleben einmal zusammengetragen:

1. „Journalisten sind insgesamt wie Politiker, sie reichen vom Staatsmann bis zum Verbrecher.“

2. „Als deutsche Hauptstadt ein trauriger Witz, aber Realität.“ (seinerzeit über Bonn)

3. „Ein Punkt missfällt mir in Berlin. Die Gigantomanie des neuen Bundeskanzleramts, der angeberische Abgeordneten-Neubau und das allzu riesig geplante Holocaust-Denkmal.“ (2000)

4. „Willen braucht man. Und Zigaretten.“ (2006 auf die Frage, ob man Leidenschaft für seine Arbeit braucht)

5. „Für mich bleibt das eigene Gewissen die oberste Instanz.“

Auch nach seinem langen Politikerleben ein gern gesehener Gast in  Talksendungen

Auch nach seinem langen Politikerleben ein gern gesehener Gast in Talksendungen.

Quelle: Gartenschläger (MAZ-Archiv)

6. „Adenauer hatte noch vier Silben, Kiesinger noch drei. Inzwischen werden die Bundeskanzler immer einsilbiger...“

7. „Das Schneckentempo ist das normale Tempo in der Demokratie.“

8. „Die Eltern haben ihren Erziehungsauftrag an 25 Fernsehkanäle und die Videoindustrie abgegeben...“

9. „Wir Deutsche haben allen Grund, mit Zähigkeit an unserer Demokratie festzuhalten, sie immer wieder zu erneuern und ihren Feinden immer wieder tapfer entgegenzutreten.“ (2007, bei der Entgegennahme der Ehrendoktorwürde der Universität Marburg)

10. „Wenngleich ich inzwischen der SPD mehr als 60 Jahre angehöre, weil sie nach meiner ungeminderten Meinung bei weitem am besten meinen moralischen Wertvorstellungen entspricht, habe ich gleichwohl des öfteren Konflikte mit meiner Partei durchstehen müssen. ...Aber tatsächlich bin ich immer Sozialdemokrat geblieben.“ (2008, in seinem Buch „Außer Dienst“)

Von MAZonline

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