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1700 Angriffe auf Flüchtlinge im laufenden Jahr

Rückgang verzeichnet 1700 Angriffe auf Flüchtlinge im laufenden Jahr

Die Zahl der Straftaten gegen Geflüchtete ist 2017 im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurückgegangen. Dennoch führt die Statistik von Pro Asyl und der Amadeu Antonio Stiftung bundesweit 1713 Angriffe. Besonders viele Straftaten wurden in Brandenburg und Sachsen registriert.

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Polizisten ermitteln nach einem Brandanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft in Berlin-Buch am 8. August 2016.

Quelle: imago/Christian Ditsch

Berlin. Im Jahr 2016 hatten die Stiftung und der Verein 3768 flüchtlingsfeindliche Vorfälle in Deutschland gezählt. Auch das Bundeskriminalamt (BKA) geht derzeit von einem deutlichen Rückgang der Gewalttaten gegen Flüchtlinge aus. Die Zahlen für das Gesamtjahr lägen zwar erst gegen Ende Januar vor. Teilstatistiken deuteten jedoch auf einen Rückgang hin, sagte eine Sprecherin. So hätte das BKA bis zum 4. Dezember etwa 264 Straftaten gegen Asylunterkünfte registriert. Im Gesamtjahr 2016 waren es 995 gewesen.

Pro Asyl und die Amadeu Antonio Stiftung forderten trotz der rückläufigen Zahlen ein entschlosseneres Vorgehen gegen die Täter und mehr Transparenz bei den Behörden. Angesichts von mehr als 1700 Übergriffen auf Flüchtlinge könne von Entwarnung keine Rede sein, teilten die Autoren der Statistik mit. 1364 Straftaten waren der Stastitik zufolge Anschläge au Unterkünfte und Asylsuchende. Dazu zählen Stein-und Böllerwürfe, aber auch Schüsse und Bedrohungen. In der Chronik wurden zudem 326 Körperverletzungen und 23 Brandanschläge auf Unterkünfte verzeichnet.

Rassistische Gewalt gegen Asylsuchende sei laut Bericht ein deutschlandweites Problem. Dennoch haben die Straftaten einen deutlichen Schwerpunkt in den neuen Bundesländern. So gab es gemessen an der Einwohnerzahl die meisten Fälle in Brandenburg mit 85 Fällen pro Million Einwohner. Die zweitmeisten Übergriffe gab es demnach in Sachsen (61), die drittmeisten in Sachsen-Anhalt (55). Dahinter folgten Berlin (52), Thüringen (47) und Mecklenburg-Vorpommern (45). Die Länder mit den niedrigsten Fallzahlen waren Hamburg (7), Nordrhein-Westfalen (5) und Bremen (3).

Von RND/dpa

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