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21 Verletzte bei Bombenanschlag auf Jerusalemer Bus

Explosionen 21 Verletzte bei Bombenanschlag auf Jerusalemer Bus

Der Bombenanschlag auf einen Bus in Jerusalem hat eine neue Qualität. Während einer nun sieben Monate langen Gewaltwelle griffen palästinensische Einzeltäter vor allem mit Messern an.

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Bei einem Bombenanschlag auf einen Bus wurden in Jerusalem zahlreiche Menschen verletzt. Foto: Atef Safadi

Jerusalem. Bei einem Bombenanschlag auf einen Bus sind am Montag im Südosten Jerusalems mindestens 21 Menschen verletzt worden. Ein Sprengsatz sei im hinteren Teil eines Busses explodiert.

Das teilte der israelische Polizeisprecher Micky Rosenfeld am Abend mit. Als Folge der Explosion seien auch Passagiere in einem weiteren Buss verletzt worden.

Israelis Ministerpräsident Benjamin Netanjahu kündigte an, dass die Täter und ihre Hintermänner zur Verantwortung gezogen würden.

Zwei Passagiere hätten schwere Verletzungen erlitten, teilte ein Sprecher der örtlichen Rettungskräfte mit. Israelische Medien berichteten, bei einem der Passagiere habe es sich möglicherweise um einen palästinensischen Selbstmordattentäter gehandelt.

Zunächst war auch geprüft worden, ob es sich um einen technischen Defekt handelte. Bilder zeigten, wie beide Busse in Flammen aufgingen.

Der Ort der Explosion wurde abgesperrt. Rettungskräfte brachten Verletzte in Krankenhäuser in der Stadt. Die meisten erlitten Rauchverletzungen.

Es war der erste Anschlag auf einen Bus während der seit Anfang Oktober 2015 fortwährenden Gewaltwelle. Diese wird auch als "Messer-Intifada" bezeichnet, weil palästinensische Einzeltäter bislang vor allem mit Messern angriffen.

30 Israelis und rund 190 Palästinenser sind bislang getötet worden. Die meisten Palästinenser wurden bei Anschlägen auf Israelis erschossen. Andere kamen bei Konfrontationen mit israelischen Sicherheitskräften ums Leben.

Während des letzten Palästinenser-Aufstandes von 2000 bis 2005 verübten militante Palästinenser zahlreiche Anschläge auf Busse. Der letzte aus dieser Anschlagserie datiert vom 28. August 2005 im Busbahnhof der südisraelischen Stadt Beerscheva.

dpa

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