Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Politik 70 Festnahmen bei nach Polizisten-Freispruch in Cleveland
Nachrichten Politik 70 Festnahmen bei nach Polizisten-Freispruch in Cleveland
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:08 24.05.2015
Protestler vor dem Gerichtsgebäude in Cleveland, in dem ein weißer Polizist, der zwei Scharze erschoss, freigesprochen wurde. Quelle: David Maxwell
Anzeige
Cleveland

Die Proteste seien zunächst friedlich gewesen, in der Nacht jedoch immer aggressiver geworden.

Das Gericht hatte den Polizisten freigesprochen, der 2012 nach einer Verfolgungsjagd über ein Dutzend Schüsse auf zwei unbewaffnete Afroamerikaner in ihrem Auto abgegeben hatte. Die Anklage wegen Totschlags (voluntary manslaughter) lasse sich nicht aufrechterhalten, hieß es in der Urteilsbegründung.

Richter John P. O’Donnell wies bei der Urteilsverkündung ausdrücklich auf jüngste Unruhen nach Polizeigewalt gegen Afroamerikaner in den USA hin. In seiner Urteilsbegründung erklärte er aber, es sei nicht zweifelsfrei erwiesen, dass die Schüsse des Angeklagten tatsächlich die Todesschüsse waren.

Nach der Verfolgungsjagd im November 2012 hatten zahlreiche Polizisten auf das Auto mit den beiden Schwarzen geschossen - sie gaben nach Angaben des Gerichts 137 Schüsse ab. Aber nur der Angeklagte sei dabei auf die Motorhaube des Wagens gesprungen und habe von dort durch die Windschutzscheibe geschossen. 

Nach dem Urteil brach der Polizist in Tränen aus. Im Falle einer Verurteilung wegen Totschlags in zwei Fällen hätte ihm eine Haftstrafe von über 20 Jahren gedroht. Der Bürgermeister von Cleveland, Frank Jackson, äußerte Verständnis für Unmut nach dem Urteil. Man werde aber keine Gewalt dulden.

dpa

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer sieht in Tschechien einen neuen Umgang mit der Vertreibung der Sudetendeutschen vor 70 Jahren. Immer mehr Politiker setzten sich damit auseinander.

24.05.2015

Auf den Berliner Amtssitz des Bundespräsidenten, Schloss Bellevue, ist ein Brandanschlag verübt worden. Nach Angaben eines Sprechers der Bundespolizei warf ein Täter in der Nacht einen Molotowcocktail gegen einen Zaun vor dem Schloss.

24.05.2015

Ein Massengrab mit etwa 100 verscharrten Leichen hat in Südostasien Schock ausgelöst. Es handelt sich nach ersten Ermittlungen um muslimische Rohingya aus Myanmar, die in ihrer Heimat verfolgt werden und zu Tausenden geflohen sind.

24.05.2015
Anzeige