Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 3 ° Regenschauer

Navigation:
71 Tote und viele Schwerverletzte bei Anschlag in Pakistan

Konflikte 71 Tote und viele Schwerverletzte bei Anschlag in Pakistan

Die Klinik-Bombe von Quetta ist einer der schwersten Anschläge in Pakistan seit Jahren. Dutzende Menschen ssterben. Hunderte werden verletzt. Sowohl die Terrormiliz IS als auch die Taliban reklamieren den Anschlag für sich.

Voriger Artikel
Sozialverband VdK: Rentenniveau nicht weiter senken
Nächster Artikel
Mehr Zurückweisungen an der deutschen Grenze

Bei dem verheerenden Bombenanschlag in Quetta wurden Hunderte verletzt.

Quelle: Fayyaz Ahmed

Islamabad. Nach einem der schwersten Selbstmordanschläge der vergangenen Jahre vor einer Klinik in der südwestpakistanischen Stadt Quetta ist die Zahl der Todesopfer von 70 auf 71 gestiegen. Das sagte der Leiter des betroffenen Krankenhauses, Abdul Rehman.

Bei der gewaltigen Detonation im engen Innenhof vor dem Eingang zur Klinik wurden außerdem knapp 190 Menschen verletzt. Die ersten Begräbnisse fanden bereits am Montag statt, am Dienstag sollten weitere folgen.

../dpa-InfoLine_rs-images/large/urn-newsml-dpa-com-20090101-160808-99-975802_large_4_3.jpg

Blick auf eine zerstörte Fensterfront: Der Anschlag traf eine vor der Klinik versammelte Gruppe von Anwälten und Polizisten.

Zur Bildergalerie

Geschäfte blieben geschlossen, auf den Straßen waren Sicherheitskräfte unterwegs. Weil die meisten Opfer des Anschlags Anwälte waren, rief die nationale Rechtsanwälte-Vereinigung zu einem dreitägigen Streik auf. Die Anwälte wollen damit auf den mangelnden Schutz des Staates für die Justiz aufmerksam machen. Die bei der Explosion getöteten Anwälte hatten sich zu einer Trauerfeier für den erschossenen Provinzchef der Juristenvereinigung versammelt.

Sowohl die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) als auch die Taliban-Gruppe Jamaat ul Ahrar reklamierten das Attentat für sich. Der Sprecher der Taliban-Gruppe Jamaat ul Ahrar, Ehsanullah Ehsan, kündigte weitere Angriffe an, bis Pakistan ein Staat unter islamischer Scharia-Gesetzgebung sei. Der IS hatte seine Stellungnahme am Montag zunächst über Anrufe bei pakistanischen Medienhäusern verbreitet. In der Nacht zum Dienstag folgte eine schriftliche Erklärung.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Politik
../dpa-InfoLine_rs-images/large/urn-newsml-dpa-com-20090101-161207-99-459075_large_4_3.jpg
Fotostrecke: BVB holt mit starkem 2:2 bei Real den Gruppensieg

Sollte Rauchen im Auto verboten werden, wenn Kinder dabei sind?