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AfD bettelt bei Abgeordneten

Sinkendes Spendenaufkommen AfD bettelt bei Abgeordneten

Die AfD steht vor finanziellen Problemen. Nach Berichten über hohe Catering-Kosten der Bundestagsfraktion will die Basis nicht mehr so viel spenden wie zuvor. Daher will der Parteivorstand nun die Abgeordneten in die Pflicht nehmen und fordert von allen 92 Fraktionsmitgliedern 1000 Euro Spende. Die sind nicht begeistert.

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Das AfD-Buffet bei der Berliner Wahl 2016.

Quelle: Dpa

Berlin. Die AfD ruft ihre neu gewählten Bundestagsabgeordneten zu Spenden an die Parteikasse auf. Jeder der 92 Fraktionsmitglieder solle „bis spätestens zum 28. Dezember 2017 nachweislich je 1000 Euro an eine AfD-Gliederung spenden oder als Mandatsträgerbeitrag hälftig an den Bundesverband oder an ihren jeweiligen Landesverband überweisen“.

Das habe der neue Bundesvorstand der Partei in seiner ersten Telefonkonferenz einstimmig beschlossen, heißt es in einem Rundschreiben an die Parteimitglieder. Das Schreiben liegt dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vor. Abgeordnete und deren Mitarbeiter sollten zudem ihren Mitgliedsbeitrag auf mindestens ein Prozent ihres Nettoeinkommens erhöhen.

Spendenbereitschaft zurückgegangen

Die Partei brauche bis zum Jahresende mindestens eine Million Euro an Einnahmen, sonst drohe „eine Rückzahlung schon erhaltener Gelder aus der staatlichen Parteienfinanzierung“, heißt es in dem Brief. Pikant an dem Schreiben ist sein Zeitpunkt: Nach Angaben von Vorstandsmitgliedern ist das Spendenaufkommen in der vergangenen Woche stark eingebrochen.

Anlass war die Beschwerde des AfD-Abgeordneten Thomas Seitz über die hohen Kosten für das Catering während der Fraktionssitzungen. Die „Bild“-Zeitung hatte zuerst darüber berichtet. „Wir haben nicht geprasst“, sagen nun Abgeordnete dem RND. Die Kosten hätten 20 Euro pro Person pro Tag nie überschritten. Sie sehen sich nun „im Zentrum einer Neidkampagne“. Parteichef Jörg Meuthen hatte kürzlich auf dem Parteitag in Hannover betont, es gehe der Partei nicht um die „nicht um die Futtertöpfe, sondern um unser Land“.

Von Jan Sternberg/RND

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