Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Politik Aktivisten: Assad-Regime bombardiert Aleppo trotz Waffenruhe
Nachrichten Politik Aktivisten: Assad-Regime bombardiert Aleppo trotz Waffenruhe
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:00 16.06.2016
Kriegsopfer in Aleppo: Nach dem Beginn einer neuen Waffenruhe ist in die umkämpfte nordsyrische Stadt zunächst Ruhe eingekehrt. Foto: Sana/Archiv
Anzeige
Aleppo

Trotz einer neuen Waffenruhe für die nordsyrische Stadt Aleppo haben Flugzeuge des Regimes laut Aktivisten Viertel unter Kontrolle von Rebellen bombardiert. Nach ersten Informationen gab es Verletzte, meldete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte.

Bei den Angriffen handele es sich um einen Bruch der Feuerpause, sagte der Leiter der Menschenrechtler, Rami Abdel Rahman, der Deutschen Presse-Agentur.

Die von Russland verkündete zweitägige Waffenruhe für Aleppo war um Mitternacht in der Nacht zuvor in Kraft getreten. In den ersten Stunden nach Beginn der Feuerpause kehrte laut den Menschenrechtlern zunächst Ruhe in der Stadt ein. Aleppo, einst ein Handelszentrum, gehört in dem mehr als fünfjährigen Bürgerkrieg zu den am stärksten umkämpften Gebieten.

Die Stadt ist zwischen Regime und Rebellen geteilt. Anhänger der Regierung versuchen seit langem, die Viertel ihrer Gegner von der Außenwelt abzuschneiden. Seit einer Eskalation der Gewalt Ende April seien rund 637 Zivilisten ums Leben gekommen, darunter 124 Kinder, erklärten die Menschenrechtsbeobachter.

Die USA und Russland hatten sich bereits im Februar auf eine Waffenruhe für Syrien geeinigt, die jedoch vor allem in Aleppo immer wieder gebrochen wurde. Aus Protest gegen die zunehmende Gewalt verließ die Opposition die Friedensgespräche in Genf. Eine dauerhafte Waffenruhe gilt als Voraussetzung, um die Verhandlungen über eine politische Lösung fortsetzen zu können. US-Außenminister John Kerry hatte Russland am Mittwochnachmittag aufgefordert, das syrische Regime zur Umsetzung einer landesweiten Feuerpause zu drängen.

Der russische Vize-Außenminister Michail Bogdanow erklärte, Moskau setze sich dafür ein, dass die Waffen im Raum Aleppo auch langfristig schweigen, wie die Agentur Interfax meldete. Zugleich forderte er neue Gespräche zwischen der syrischen Opposition und der Regierung.

Das größte Exil-Bündnis der Regimegegner, die Syrische Nationale Koalition, schlug ein neues Gesprächsformat vor, um die festgefahrenen Verhandlungen wieder in Gang zu bringen. Neben den UN-Vetomächten USA, Russland, China, Großbritannien und Frankreich solle auch Deutschland beteiligt werden, erklärte der Vorsitzende der Koalition, Anas al-Abdah. Damit könne das Monopol Washingtons und Moskaus beendet werden, das eine politische Lösung erschwere.

dpa

Bis zum 8. Juli wollen sich Union und SPD auf die Reform der Erbschaftsteuer verständigen. Und das Gesetz im Eilverfahren durch Bundestag und Bundesrat drücken. Aber noch hakt es aber.

16.06.2016

Über der AfD braut sich ein neuer Sturm zusammen. Einige führende Mitglieder der Partei sind mit dem Führungsstil von Parteichefin Petry unzufrieden. Doch die sächsische Landeschefin ist immer noch das prominenteste Gesicht der Partei. Und sie kann kämpfen.

16.06.2016

Äthiopische Sicherheitskräfte haben nach einer Untersuchung der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) seit November 2015 während andauernder Proteste mehr als 400 Menschen getötet.

16.06.2016
Anzeige