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Aktivisten: Assad-Regime bombardiert Aleppo trotz Waffenruhe

Konflikte Aktivisten: Assad-Regime bombardiert Aleppo trotz Waffenruhe

Russland und die USA hatten sich bereits im Februar auf eine Feuerpause für Syrien geeinigt. Vor allem in Aleppo wurde sie immer wieder gebrochen. Auch eine neue Waffenruhe dort hält nur kurz.

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Kriegsopfer in Aleppo: Nach dem Beginn einer neuen Waffenruhe ist in die umkämpfte nordsyrische Stadt zunächst Ruhe eingekehrt. Foto: Sana/Archiv

Aleppo. Trotz einer neuen Waffenruhe für die nordsyrische Stadt Aleppo haben Flugzeuge des Regimes laut Aktivisten Viertel unter Kontrolle von Rebellen bombardiert. Nach ersten Informationen gab es Verletzte, meldete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte.

Bei den Angriffen handele es sich um einen Bruch der Feuerpause, sagte der Leiter der Menschenrechtler, Rami Abdel Rahman, der Deutschen Presse-Agentur.

Die von Russland verkündete zweitägige Waffenruhe für Aleppo war um Mitternacht in der Nacht zuvor in Kraft getreten. In den ersten Stunden nach Beginn der Feuerpause kehrte laut den Menschenrechtlern zunächst Ruhe in der Stadt ein. Aleppo, einst ein Handelszentrum, gehört in dem mehr als fünfjährigen Bürgerkrieg zu den am stärksten umkämpften Gebieten.

Die Stadt ist zwischen Regime und Rebellen geteilt. Anhänger der Regierung versuchen seit langem, die Viertel ihrer Gegner von der Außenwelt abzuschneiden. Seit einer Eskalation der Gewalt Ende April seien rund 637 Zivilisten ums Leben gekommen, darunter 124 Kinder, erklärten die Menschenrechtsbeobachter.

Die USA und Russland hatten sich bereits im Februar auf eine Waffenruhe für Syrien geeinigt, die jedoch vor allem in Aleppo immer wieder gebrochen wurde. Aus Protest gegen die zunehmende Gewalt verließ die Opposition die Friedensgespräche in Genf. Eine dauerhafte Waffenruhe gilt als Voraussetzung, um die Verhandlungen über eine politische Lösung fortsetzen zu können. US-Außenminister John Kerry hatte Russland am Mittwochnachmittag aufgefordert, das syrische Regime zur Umsetzung einer landesweiten Feuerpause zu drängen.

Der russische Vize-Außenminister Michail Bogdanow erklärte, Moskau setze sich dafür ein, dass die Waffen im Raum Aleppo auch langfristig schweigen, wie die Agentur Interfax meldete. Zugleich forderte er neue Gespräche zwischen der syrischen Opposition und der Regierung.

Das größte Exil-Bündnis der Regimegegner, die Syrische Nationale Koalition, schlug ein neues Gesprächsformat vor, um die festgefahrenen Verhandlungen wieder in Gang zu bringen. Neben den UN-Vetomächten USA, Russland, China, Großbritannien und Frankreich solle auch Deutschland beteiligt werden, erklärte der Vorsitzende der Koalition, Anas al-Abdah. Damit könne das Monopol Washingtons und Moskaus beendet werden, das eine politische Lösung erschwere.

dpa

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